Freitag, 20. März 2020

Kompatscher: „Nicht entmutigen lassen“

Durchhalten, diszipliniert bleiben: Gemeinsam könne man die Infektionskette brechen, wie Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der virtuellen Landespressekonferenz am Freitagnachmittag betonte. Das Virus habe bereits 20 Todesopfer gefordert, die Anzahl positiv getesteter Personen steigt weiter, aber: man dürfe sich von den aktuellen Zahlen „nicht entmutigen lassen“.

Arno Kompatscher bei der virtuellen Pressekonferenz.
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Arno Kompatscher bei der virtuellen Pressekonferenz. - Foto: © screenshot
Zu Beginn nannte Kompatscher einige Zahlen und zeigte auf, warum es so wichtig ist, sich an die rigorosen Vorbeugungsmaßnahmen zu halten. Derzeit liege man bei 555 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Bereits 20 Personen mit Infektion sind Stand Freitagnachmittag gestorben.

Das Coronavirus betreffe mittlerweile das ganze Land. Zwar gebe es in einigen Gemeinden noch keine Personen, die positiv auf das Virus getestet worden seien, aber eine Dunkelziffer sei wahrscheinlich. Daher mahnte der Landeshauptmann, dass es wichtig sei, „sich so zu verhalten, als ob man selbst infiziert ist“. Eine große Gefahr gehe von jenen Personen, die keine Symptome aufweisen, aus bzw. nicht wissen, dass sie infiziert sind.

Zwar seien die Zahlen der Neuinfektionen zuletzt stets gestiegen, man dürfe sich davon aber nicht entmutigen lassen. „Wir werden erst zu Beginn der kommenden Woche Indizien haben, ob wir in der Lage sind die Welle zu brechen und ob die Zahlen der Neuinfizierten zurückgehen“, so Kompatscher.

Auch Arnold Schuler, der Landesrat für Zivilschutz, appellierte an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten. „Bitte bleiben Sie zu Hause“, forderte Schuler.


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