Dienstag, 20. Februar 2018

Konditorei Stabinger: Metallteile im Kuchen

Die Sextner Konditorei Stabinger GmbH musste wegen möglicher kleiner Metallteile in einigen seiner Produkte verschiedene Sorten seiner Kuchenschnitten in Südtirol, Österreich und auch in Deutschland zurückrufen. Grund dafür waren kleine Metallstücke in einem der gelieferten Rohstoffe für die Kuchen und Törtchen. STOL hat mit dem Chef des Unternehmens, Karl Stabinger, gesprochen.

Die Konditorei Stabinger wurde mit Margarine beliefert, die möglicherweise mit Metallstückchen kontaminiert war. - Foto: Facebook/Stabinger
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Die Konditorei Stabinger wurde mit Margarine beliefert, die möglicherweise mit Metallstückchen kontaminiert war. - Foto: Facebook/Stabinger

Insgesamt seien 8 Kuchen- und Törtchenarten mit verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen gewesen. Karl Stabinger, Chef des Unternehmens versicherte am Dienstag auf Nachfrage gegenüber STOL, dass keines der potentiell betroffenen Produkte mehr im Südtiroler Handel erhältlich sei, wahrscheinlich seien auch kaum Produkte, die von den Metallteilen kontaminiert gewesen sein könnten, in die Geschäfte gelangt.

Stärker betroffen waren Betriebe in Deutschland und Österreich. Auch dort wurden die verschiedenen Kuchen und Törtchen sofort aus dem Handel genommen. Bisher wurden aber in keinem der Stabinger-Produkte Metallteilchen gefunden.

Woher stammen die Metallteilchen?

Vergangenen Mittwoch teilte einer der Zulieferer dem Südtiroler Unternehmen mit, dass sich in einem gelieferten Rohstoff Fremdkörper befinden könnten. Es handelt sich hierbei um den Hersteller UNIGRÁ in Ravenna, der das Sextner Unternehmen mit Margarine beliefert. Während der Herstellung sei bei einer der Maschinen ein Inox-Gitter kaputt gegangen, kleinere Inox-Teilchen seien dann in die Margarine gelangt.  

Es handelte sich laut Stabinger um „einzelne kleine Stücke mit einem Durchmesser von 0,5 Millimeter und einer Länge größer als 1 Zentimeter, die nicht vom Metalldetektor am Ende der Produktionslinie detektiert werden konnten.“

Sofort ging die Meldung an alle Großbetriebe im In-und Ausland hinaus. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Produkte aus den Regalen genommen. „Ich war mir meiner Verantwortung gegenüber den Konsumenten bewusst, da darf man kein Risiko eingehen“, betont Stabinger gegenüber STOL.

Folgende Produkte sollten aus Sicherheitsgründen nicht mehr verzehrt werden

Für Stabinger, dem durch die Rückrufaktion ein Schaden von schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Euro entstanden sein dürfte, erklärt, dass vorsichtshalber folgende Produkte (in Klammer ist das jeweilige Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben) nicht mehr verzehrt werden sollten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit äußerst gering sei, dass überhaupt Metallteilchen in die Produkte gelangt seien:

  • Gedeckter Apfelkuchen 300 Gramm (27.02.2018 und 01.03.2018)
  • Südtiroler Apfeltörtchen 320 Gramm (27.02.2018)
  • Käsekuchen 300 Gramm (27.02.2018 und 01.03.2018)
  • Ricottatörtchen Erdbeere 300 Gramm (27.02.1018)
  • Ricottatörtchen Natur 300 Gramm (22.02.2018  und 27.02.2018 und 01.03.2018)
  • Ricottatörtchen Schokolade 300 Gramm (22.02.2018 und 27.02.2018 und 01.03.2018)
  • Himbeerschnitte 140 Gramm (27.02.2018 und 01.03.2018)
  • Ricottaschnitte Natur 100 Gramm (22.02.2018 und 27.02.2018 und 01.03.2018)

stol/vs

stol