Dreister geht es wohl kaum. Wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet, sind die Ermittler auf der Suche nach einer 60-jährigen Boznerin, die in den vergangenen Jahren mehrere Kondominien in der Landeshauptstadt sowie in Welschnofen und im Fassatal verwaltet hat. In dieser Funktion hob sie von den Bewohnern immer wieder teils beträchtliche Beträge ein, um vermeintlich die laufenden Kosten zu decken. Wie sich nun jedoch herausstellte, diente das Geld einem ganz anderen Zweck. <BR /><BR />Anstatt Spesen zu begleichen und anfallende Rechnungen zu bezahlen, operierte die Frau mit mehreren Konten und ließ über die Jahre eine Summe von über einer Million Euro in ihre eigene Tasche wandern. Damit finanzierte sie sich Luxusgüter und andere Annehmlichkeiten, während sie den Kondominiumsbewohnern eingehende Mahnungen vorenthielt. Da es sich bei letzteren vorwiegend um Menschen handelte, die ihr Apartment in den betroffenen Gebäuden als Zweitwohnung nutzten, konnte sie ihre Masche lange Zeit aufrechterhalten und mit gefälschten Bilanzen überzeugen. <BR /><BR />Erst als sich die Unstimmigkeiten häuften, im Winter der Strom abgedreht wurde und neue Verwalter auf den Plan traten, wurde der Betrug aufgedeckt. Einige der Bewohner haben daraufhin Anzeige erstattet. Besonders rosig sieht es für sie allerdings nicht aus. Da der Großteil der geschuldeten Summe in Steuer- und Rechnungsnachzahlungen fließen muss, können sie vermutlich nur mit einem geringen Schadensersatzbetrag rechnen.<BR /><BR />Die 60-jährige Betrügerin ist derweil von der Bildfläche verschwunden. Laut Informationen gut informierter Quellen soll sie sich in der Toskana aufhalten.