Montag, 23. März 2020

Konfiszierte Schutzmasken von Prag nach Rom gestartet

Nach Unstimmigkeiten zwischen Italien und Prag wegen einer Lieferung von Atemschutzmasken aus China, die in Lovosice konfisziert worden war, ist diese am Montag schließlich doch nach Italien gestartet.

Die in Prag konfiszierten Schutzmasken aus China werden nun doch nach Italien geliefert.
Die in Prag konfiszierten Schutzmasken aus China werden nun doch nach Italien geliefert. - Foto: © shutterstock
Masken und sanitäre Geräte fuhren von der Tschechischen Republik Richtung Rom. Die Ausrüstung befand sich an Bord eines Busses mit circa 40 Italienern, die ebenso in ihre Heimat zurückkehren.

Die Lieferung soll der tschechischen Botschaft in Rom übergeben werden, die sie den italienischen Behörden weitergeben soll.

Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ hatte am Wochenende berichtet, dass das von Italien in China gekaufte Material in Tschechien gestohlen und deshalb konfisziert worden sei. Das Material sei bereits in tschechischen Krankenhäusern verteilt worden, schrieb die italienische Zeitung.

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio telefonierte am Sonntag mit seinem tschechischen Amtskollegen Tomas Petricek. Dieser versicherte, dass er sich dafür einsetzen werde, damit die Masken schon Anfang dieser Woche ihr Bestimmungsland erreichen könnten.

Auf Twitter räumte der tschechische Innenminister Jan Hamacek ein, dass es wohl einen Fehler gegeben habe. Ein „kleiner Teil“ der Lieferung sei als humanitäre Lieferung an Italien gedacht gewesen, meinte er.

Der Fall hatte in Italien Empörung ausgelöst, da das von der Coronavirus-Epidemie schwer betroffene Land mit einer großen Knappheit an Atemschutzmasken und medizinischem Material zu kämpfen hat.

apa

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