<b>Von Stephan Niederegger</b><BR /><BR />Mittlerweile ist er auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ zu Hause, vor und hinter der Bühne erfolgreich. Der Beruf des Schauspielers sei zwar wenig beziehungsfreundlich, aber umso familienfreundlicher, erklärt Konrad Hochgruber. <BR /><BR />Die Vormittage sind mit Proben verplant und abends ist er bei weiteren Proben oder Auftritten. Die Nachmittage hingegen sind frei – eine freie Zeit, die wohl kaum ein „normaler 8-Stunden-Job“ bietet.<BR /><BR /> In dieser Zeit konnte sich der Familienvater um die beiden Töchter kümmern, während seine Frau bei der Arbeit war. Konrad Hochgruber hat viel mit den Kindern unternommen, zuerst in der „Wagelezeit“, später als „Elterntaxi“ zu den verschiedenen Freizeitaktivitäten. Und gerade das Bringen und Abholen vom Schwimmunterricht hat dem heute 59-Jährigen eine neue Welt eröffnet. <h3> Wie ein Fisch im Wasser</h3>Statt das Ende des Unterrichts abzuwarten oder währenddessen schnelle Besorgungen zu machen, ist er alsbald selbst ins Wasser gesprungen und hat seine Bahnen gezogen. Heute ist Konrad Hochgruber bei einer Trainingsgruppe am Universitäts-Sportinstitut (USI) und das wöchentliche Schwimmtraining gehört zum fixen Programm. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035237_image" /></div> <BR />Er trainiert nicht für Wettkämpfe, sondern für die ganz persönliche Fitness und Ausdauer. Zur Zeit geht sich nur ein Training pro Woche aus, aber der Schauspieler freut sich schon, dass bald das Freibad am Innsbrucker Tivoli öffnet. Dieses ist nicht weit vom Büro des Tiroler Theaterverbandes entfernt und so gehen sich zwischen dem einen oder anderen Termin auch kurze Schwimmzeiten aus. <BR /><BR />Das Schwimmen ist für Hochgruber die ideale Gelegenheit, abzuschalten und den Kopf freizumachen, denn „Probleme können nicht schwimmen.“ Im Wasser ist er derart im Flow, dass er das Drumherum – das Vorher und Nachher – vergessen kann.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64978075_listbox" /><BR /><BR />Aber auch in der Natur hält er sich fit und findet den Ausgleich zu Büro und Bühne. Er sei nicht der Läufertyp in der Stadt, sondern mag es lieber bergauf. Es sei weder ein Wandern noch ein Laufen, sondern irgendetwas dazwischen, ein „schnelles Gehen“, wie er es definiert: „Einfach um zu Schwitzen!“ <BR /><BR />Manchmal hat er auch ein Buch dabei zum Lernen bzw. Wiederholen der Rollentexte. Dafür ist er bei manchen Einheimischen schon bekannt: „Da rennt einer mit dem Buch in der Hand.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035240_image" /></div> <BR />Bislang war die Nordkette sein „Trainingscamp“. Vom Alpenzoo (750 Meter) über die Seegrube (1905 Meter) bis zum Hafelekar, dem auf 2256 Meter gelegenen höchsten Aussichtspunkt über Innsbruck, gingen die Etappen – je nach verfügbarer Trainingszeit. <BR /><BR />Vor kurzem ist er mit der Familie aufs Land gezogen, in das nahe gelegene Thaur. Nun bietet ihm die Thaurer Alm auf 1464 Metern einen herrlichen Ausblick über das Inntal, wenn er bergauf ins Schwitzen kommen will.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035243_image" /></div> <h3> Urlaub in Italien</h3>„Wir 4 sind klassische Italien-Urlauber“, sagt Konrad Hochgruber und zählt Sardinien und Elba, aber vor allem den Bolsena-See zu den Favoriten. Der Vulkansee, rund 90 Kilometer nördlich von Rom nahe der Grenze zu Umbrien und der Toskana, sei ideal zum Schwimmen, schwärmt er. <BR /><BR />Seiner aus Bozen stammenden Frau Margareth und ihm sei immer wichtig gewesen, dass die Kinder die italienische Sprache lernen – daher auch die vielen Urlaube in Italien. Auch wenn die beiden Töchter mittlerweile ihre eigenen Wege gehen und eigene Freundeskreise haben, so unternehmen sie auch heute noch Genusswanderungen und Urlaube mit den Eltern – Momente, die Konrad Hochgruber nicht missen möchte: „Einfach gemeinsam eine schöne Zeit haben.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035246_image" /></div> <BR />Die Zeit im Pustertal und als Posaunist bei der Bürgerkapelle Bruneck ist schon sehr lange her, aber dennoch freut er sich immer wieder, in die Rienzstadt zu kommen und Freunde aus der Jugendzeit zu treffen.<BR /><BR />Aus dieser Zeit gibt es auch noch den „Globetrotter Club“, wo er ein paar Mal im Jahr die Kollegen von früher trifft. Und wenn Konrad Hochgruber in Südtirol spielt, dann nutzt er umso mehr die Gelegenheit, in dieses besondere Flair und in Erinnerungen einzutauchen – wie jetzt gerade, wenn er sein Gastspiel im Sommer bei den Schlossfestspielen in Dorf Tirol vorbereitet.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035249_image" /></div> <BR /><BR /><embed id="dtext86-64978072_listbox" />