Dienstag, 03. Januar 2017

Kontrolle und Flüchtlingskrise: Rückblick der Bahnpolizei

Die Bahnpolizei Polfer blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Allein im Land Südtirol waren die Beamten insgesamt 4089 Mal zu Überwachungsdiensten an den Bahnhöfen im Einsatz, 1128 Mal hingegen an Bord von Personenzügen. 299 Mal galt es, Taschendiebstählen entgegenzuwirken. Bei den verschiedenen Einsätzen wurden 8211 Personen identifiziert, davon 5715 ausländischer Herkunft.

Vor allem aufgrund der Flüchtlingskrise hatte die Bahnpolizei Polfer 2016 alle Hände voll zu tun.
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Vor allem aufgrund der Flüchtlingskrise hatte die Bahnpolizei Polfer 2016 alle Hände voll zu tun. - Foto: © LaPresse

Fünf Personen hat die Bahnpolizei im Rahmen ihrer Kontrollen im Jahr 2016 in Südtirol festgenommen, 954 weitere wurden auf freiem Fuß angezeigt. 

Besonders geprägt hat die Tätigkeit der Beamten im abgelaufenen Jahr die Kontrolle von Flüchtlingen, die sich auf den Weg nach Nordeuropa gemacht hatten. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit der deutschen und österreichischen Polizei auch die Güterzüge kontrolliert.

12.446 Überwachungen im gesamten Einzugsgebiet

Ausgeweitet auf das gesamte Einzugsgebiet von Verona über Trient bis ins Land Südtirol, für welches die Polfer-Abteilung Verona/Trentino-Südtirol zuständig ist, haben die Beamten 2016 hingegen insgesamt 12.446 Überwachungsdienste an Bahnhöfen und 2437 an Bord von Zügen sowie 1103 Einsätze zur Verhinderung von Taschendiebstahl durchgeführt. 

42.390 Personen (davon 21.326 ausländischer Herkunft) wurden identifiziert, 1799 konnten keine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen. 1252 Menschen wurden auf freiem Fuß angezeigt, 35 festgenommen. 

Auch eine Reihe von Drogenfunden kann die Bahnpolizei vorweisen. Neben 35 Gramm Heroin wurden ganze 4 Kilogramm Kokain sowie 5,4 Kilogramm Haschisch in Beschlag genommen. 

Diebstähle sind zurückgegangen

256 Mal musste im Rahmen der Vorbeugemaßnahmen für Zugunfälle hingegen eine Strafe wegen Verletzung des Bahnpolizeireglements bzw. des Straßenkodex verhängt werden. 

Trotz allem steht zum Schluss zumindest in einem Bereich ein erfreuliches Ergebnis zu Buche. im Vergleich zum Jahr 2015 wurden 2016 fünf Prozent weniger Reisende bestohlen. 

stol