Dienstag, 22. August 2017

Konventionierte und geförderte Wohnungen: Vorsicht, Kontrolle!

Werden konventionierte oder geförderte Wohnungen so genutzt, wie vorgeschrieben? Um dies zu prüfen, stellt das Land 1,1 Millionen Euro an Budget für den Dreijahreszeitraum 2017-2019 zur Verfügung.

Die Kontrollagentur kann auch vor Ort hinter die Haustür der Wohnungsbesitzer schauen.
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Die Kontrollagentur kann auch vor Ort hinter die Haustür der Wohnungsbesitzer schauen. - Foto: © shutterstock

Die Agentur für Wohnbauaufsicht kontrolliert die Einhaltung der Sozialbindung im geförderten Wohnbau sowie die Einhaltung der Bindung des konventionierten Wohnbaus. Sie ist sozusagen die Kontrollinstanz des Landes, die Verletzungen aufdecken und entsprechende Strafen ausstellen kann.

Wer lebt in den konventionierten Wohnungen?

Für den Dreijahreszeitraum 2017-2019 hat sich die Agentur für Wohnbauaufsicht ein hohes Ziel gesteckt, nämlich 12.000 formale Positionsprüfungen, bei denen die Nutzung des konventionierter Immobilien abgeklärt wird. Zudem will die Agentur 1200 Detailprüfungen vornehmen und vor Ort die effektive Besetzung konventionierter Immobilien feststellen.

Wird die Sozialbindung im geförderten Wohnbau eingehalten?

In rund 6 Prozent der Fördermaßnahmen werden im Laufe eines Jahres Kontrollen durchgeführt. Da pro Jahr rund 3000 Fördergesuche behandelt werden, hat die Agentur gut 180 Prüfungen jährlich durchzuführen. Dabei überprüft sie, ob die Begünstigten die Voraussetzungen für die Förderung hatten, und ob die entsprechenden Prozeduren formalrechtlich korrekt waren. 

1,1 Millionen Euro für die Kontrollen

Für drei Jahre hat die Agentur von der Landesregierung nun ein Budget von 1,1 Millionen Euro genehmigt bekommen. Die Hälfte der Gelder werden vom Gemeindenverband bereitgestellt, da auch Gemeinden vom Service profitieren sollen. 

Denn die Agentur überwacht für Gemeinden, ob die Vorschriften in Bezug auf die Bindungen des geförderten Wohnbaus eingehalten werden. In den vergangenen zwei Jahren hat die Agentur mit 58 Gemeinden solche Vereinbarungen abgeschlossen und die damit verbundenen Serviceleistungen übernommen. In den kommenden drei Jahren kann die Agentur, aufgrund der verfügbaren Ressourcen und sofern es die Nachfrage gibt, für bis zu 80 Gemeinden dieses Serviceangebot machen.

stol/lpa/ker

stol