Die Ziele der Eingriffe in die Verkehrsstruktur der Industriezone sind klar und bereits im Mobilitätsplan (PUMS) festgelegt.<BR /><BR />„Wir wollen die Verkehrssituation in der Industriezone verbessern“, erklärt Stadtrat Stefano Fattor die Hintergründe der Beauftragung der Experten. Was aber nicht bedeute, die besten Voraussetzungen für die Durchfahrt von Autos zu schaffen. „Denn das Beispiel A22 zeigt, dass je besser eine Verkehrsachse ausgebaut ist, desto mehr Verkehr zieht sie an“, erklärte Verkehrsstadtrat Stefano Fattor nach dem Treffen, an dem auch Landesrat Daniel Alfreider teilnahm.<BR /><BR />Deshalb müsste dies bei der Auswahl der Varianten genauso berücksichtigt werden, wie die Zeiten und Kosten der Projekte.<BR /><BR />Aber von vorne: Die technischen Lösungen, die das Expertenteam Stefano Mattei (AIG Bozen), Federico Pasquali (Studio PRE) und die Experten eines Mailänder Studios für Verkehrssimulationen am Freitag präsentierte, umfassten 3 verschiedene Varianten: eine drastische Variante, eine Minimallösung und einen Mittelweg. „Die Unterschiede in Kosten und Zeiten der jeweiligen Varianten sind enorm“, erklärt Fattor, der keine Zahlen nennen möchte, bevor nicht klar ist, welche die ideale Lösung für de Landeshauptstadt ist.<BR /><BR />Beispielsweise beinhaltet die Maximalvariante Folgendes: „Dabei würden sämtliche Kreisverkehre in Bozen Süd untertunnelt und die Eisackuferstraße auf 4 Spuren verbreitert“, erläutert Fattor, mit den entsprechenden Kosten und zeitlichem Aufwand. „Bozen kann sich keine Lösung leisten, in der die ganze Industriezone bei gleichzeitigem Baubeginn blockiert wäre und das auch noch für 15 oder 20 Jahre“, prognostiziert er der Maximalvariante wenig Chancen. Bei der Version mit dem kleinstmöglichen Aufwand hingegen bliebe jeder Kreisverkehr überirdisch. Auch für den Metrobus nach Leifers gibt es verschieden aufwendige Linienführungen. Angedacht ist auf alle Fälle die 4-Minuten-Taktung.<BR /><BR />Um zu verstehen, welche der drei Optionen die beste ist, wird nun mit Computersimulationen ermittelt, wie sich welche Eingriffe auf die Situation auswirken. Dabei werden die in vielen Jahren gesammelten Daten zu den Verkehrsströmen in Bozen Süd eingesetzt und in eine entsprechende Software eingespeist. „Sogar die Fußgängerflüsse werden hier berücksichtigt“, sagt Fattor.<BR /><BR />Die Ergebnisse der Simulationen werden in etwa 3 Wochen den Gemeindeverantwortlichen vorgestellt, was dann Grundlage für die Entscheidung für eine Variante sein wird.