Dienstag, 05. Dezember 2017

Korruptionsfall im Sabes: Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Der Sanitätsbetrieb Südtirol hat am Dienstag die Presse zu sich geladen. Dabei ging es nicht um neue Primare oder das Impfdekret, sondern um einen angeblichen Korruptionsfall im Gesundheitsbezirk Bozen. Die Devise des Sanitätsbetriebs lautet: Bis auf Weiteres gilt die Unschuldsvermutung.

Thomas Schael und Rechtsanwalt Marco Cappello berichteten am Dienstag über den Fall. - Foto: DLife
Badge Local
Thomas Schael und Rechtsanwalt Marco Cappello berichteten am Dienstag über den Fall. - Foto: DLife

Der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs, Thoma Schael, teilte den Journalisten mit, dass die Betriebsdirektion seit etwa einem Monat von den gerichtlichen Ermittlungen gegen einen ihrer Mitarbeiter Kenntnis habe. Der Sanitätsbetrieb (Sabes) sei – als unter Umständen geschädigte Partei – von der Finanzwache darüber informiert worden. 

Schael wies auch darauf hin, dass es sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt um eine reine Voruntersuchung handele, für die die technischen Beweissicherungen vorgenommen worden seien.

Mitarbeiter wurde versetzt

Der verantwortliche Koordinator der betroffenen Organisationseinheit habe ein Disziplinarverfahren gegen den Mitarbeiter in die Wege geleitet. Dieses sei allerdings in Erwartung der Festlegung des Gerichtsverfahrens suspendiert worden. Der Sabes-Verantwortliche für die Korruptionsvorbeugung Marco Cappello habe zudem die sofortige Versetzung des Angestellten des Bezirks Bozen in ein anderes Büro verlangt. Die Versetzung sei bereits durchgeführt worden.

Sabes: Werden alle Maßnahmen ergreifen

Schlussendlich stellte der Sanitätsbetrieb fest, dass man derzeit die weitere Entwicklung der laufenden Ermittlungen abwarte. Im Falle einer Verurteilung, auch angesichts der Schwere der Anschuldigungen, werde man aber gegenüber dem Mitarbeiter alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Bis auf Weiteres gelte aber die Unschuldsvermutung.

stol

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

stol