Der neue Vertrag für die Schulführungskräfte hätte am Dienstag unterzeichnet werden sollen, der Termin wurde aber kurzfristig abgesagt, um auf jeden Fall zuerst den Vertrag mit den strukturellen Lohnanpassungen für die Lehrpersonen an den Grund-, Mittel- und Oberschulen zu unterschreiben. Genau genommen haben die beiden Verträge aber wenig miteinander zu tun, außer dass sie die sog. Staatsschulen betreffen.<h3> Direktoren zuerst „vergessen“</h3>Hintergrund für die Lohnerhöhungen für die Schuldirektoren an den Grund-, Mittel- und Oberschulen ist nämlich das Führungskräftegesetz. Bei dessen Einführung 2023 wurden die Direktoren „vergessen“. Laut Gesetz für die Autonomie an den Schulen waren sie bereits sog. „dirigenti“ (Führungskräfte) und wurden bei den Neueinstufungen, die Land und andere Körperschaften vornahmen, nicht berücksichtigt. Weil Staatslehrer eine andere Gehaltsstruktur haben, bekamen sie Inflationsanpassungen aus dem BÜKV nur aufs Grundgehalt, nicht aber auf die Positionszulage. „Die Führungskräfte haben rekurriert, wir haben verhandelt und ein gutes Ergebnis erreicht“, sagt Personallandesrätin Magdalena Amhof. „Ein Ergebnis, das ihnen nach rechtlicher Klärung absolut zusteht“, ergänzt Landesrat Philipp Achammer.<h3> Im Schnitt 17.600 Euro brutto mehr</h3>Die Angleichung an die Führungskräfte des Landes (Amtsdirektoren) bringt für die Schuldirektoren eine strukturelle Lohnerhöhung zwischen 11.000 und 21.000 Euro. Im Schnitt sind es 17.600 Euro brutto jährlich mehr in der Lohntüte, was 17,4 Prozent entspricht. Das Jahresgehalt der Schulführungskräfte steigt ab 2026 bei Komplexitätszulage 1 auf 105.700 Euro, bei Komplexitätszulage 2 auf 112.900 Euro und bei Komplexitätszulage 3 auf 120.000 Euro brutto.<h3> Arbeitszeit auf 40 Stunden angehoben</h3> Gleichzeitig beziehen die Schuldirektoren künftig ein allumfassendes Gehalt. Es gibt somit u.a. keine Gehaltsvorrückungen, keine Überstunden mehr. Wie die Führungskräfte des Landes müssen auch die an den Schulen ab 2026 eine Wochenarbeitszeit von 40 statt bisher 38 Stunden ableisten. <BR />Weil sie bei den Inflationsanpassungen im öffentlichen Dienst bisher nicht voll berücksichtigt wurden, bringt der Vertrag zudem Nachzahlungen zwischen 6.300 und 8.300 Euro. Mit im Vertrag ist auch das Jahresabo für die Öffis.