Freitag, 11. September 2015

Kran stürzt auf Große Moschee von Mekka: Über 85 Tote

Bilder der Zerstörung, aufgenommen am zentralen Heiligtum des Islams: Nachdem am Freitag ein Kran in Mekka umgestürzt ist, sterben mindestens 87 Menschen. Mehr als 180 werden verletzt.

Der Kran war durch das Dach (links) der Großen Moschee in Mekka gestürzt, wodurch Dutzende Menschen getötet wurden.
Der Kran war durch das Dach (links) der Großen Moschee in Mekka gestürzt, wodurch Dutzende Menschen getötet wurden. - Foto: © APA/EPA

Rote Kranteile sind zu sehen, die sich durch die Decke des Gebäudes gebohrt haben. Trümmer, dazwischen Tote und Verletzte, liegen auf dem Boden der Großen Moschee von Mekka.

Ein Unwetter mit plötzlich aufkommenden Windböen hat am Freitagabend zu dem Unglück geführt: Ein Kran stürzte zur Zeit des Gebets zum Sonnenuntergang in den Komplex des zentralen Heiligtums des Islams und riss in Saudi-Arabien mindestens 87 Menschen in den Tod. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden zudem mehr als 180 Menschen verletzt.

Das Unglück kommt zu einer Zeit, in der die Vorbereitungen für die große islamische Pilgerfahrt auf Hochtouren laufen. Denn in etwa zehn Tagen – genau weiß man es erst, wenn die Mondsichel gesichtet wird – werden in Mekka wieder Millionen Gläubige zum „Hadsch“ erwartet.

Dort versammeln sie sich im Hof der Großen Moschee, wo die würfelförmige Kaaba ist, pilgern zum etwa 25 Kilometer entfernten Berg Arafat, wo der Prophet Mohammed seine letzte Predigt gehalten haben soll, und begehen auf dem Rückweg nach Mekka die symbolische Steinigung des Teufels, indem sie Kieselsteine auf Wände werfen.

Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.

dpa

stol