Mittwoch, 28. Februar 2018

Krankenhaus Bozen: Arbeiten schreiten voran

Im Herbst soll die Eingangshalle, die das Krankenhaus mit dem neuen Kliniktrakt verbindet, fertiggestellt sein. Diese Zusage gab es bei einem Baustellenbesuch.

Rund 200 Arbeiter sind derzeit auf der größten Baustelle des Landes am Bozner Krankenhaus im Einsatz. - Foto: lpa
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Rund 200 Arbeiter sind derzeit auf der größten Baustelle des Landes am Bozner Krankenhaus im Einsatz. - Foto: lpa

Rund 200 Arbeiter sind derzeit auf der größten Baustelle des Landes am Bozner Krankenhaus im Einsatz. Nicht mehr lange wird es demnach dauern, bis die sogenannte „Magistrale“, der 36.900 Kubikmeter umfassende Verbindungstrakt zwischen dem aktuellen Krankenhaus und der neuen Klinik fertig ist. Sie soll allen, die ins Krankenhaus gehen, Orientierung bieten.

Christian Tommasini hat sich gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin Martha Stocker kürzlich ein Bild vom Baufortschritt gemacht.

Im Laufe von 2019 soll das Gebäude nutzbar sein

Bis Herbst, sagt Baufirmenvertreter Martin Atzwanger, wird dieses zentrale Gebäude fertig sein. Dann müssen Möbel und Geräte eingebaut werden, was einige weitere Monate in Anspruch nehmen wird. Im Laufe des Jahres 2019 soll das Gebäude nutzbar sein.

Gearbeitet wird derzeit auch an der 255.000 Kubikmeter großen neuen Klinik mit den Poliambulatorien, der Notaufnahme, der Radiodiagnostik, dem Operationstrakt, der Intensivstation und der chirurgischen Bettenstation sowie den Diensten für Patienten und Besucher wie Bank, Post, Geschäfte, Restaurant und Bar. Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach steht schon bereit.

Entlastung der Notaufnahme

Vor allem die Notaufnahme soll entlastet werden, die im Moment noch räumlich sehr beengt ist. Während der Bauarbeiten solle der Krankenhausbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, so Ressortchef Paolo Montagner.

In das neue Bozner Krankenhaus, das mit modernster Technik ausgestattet wird und eine exzellente Krankenversorgung bietet soll, investiert das Land insgesamt rund 610 Millionen Euro. Die Größe des neuen Krankenhauskomplexes entspricht jener von 70 Häusern, also einem kleinen Dorf.

Bessere Raumverteilung und innovative Energieversorgung

Das Krankenhaus soll jedoch nicht nur funktional, sondern durch eine bessere Verteilung und angenehme Räume mitarbeiterfreundlich sowie durch bessere Zugänge, mehr Orientierung und Dienste sowie Zweibettzimmer mit Bad besonders patientenfreundlich werden.

Innovativ wird auch die Energieversorgung am Krankenhaus: Heizwärme im Winter und Kühlung im Sommer liefert nämlich das Fernheiznetz, das durch die Restmüllverwertungsanlage in Bozen Süd gespeist wird.

lpa/stol

stol