Mittwoch, 08. Juli 2020

Krankenhaus in Bergamo erstmals ohne Covid-Fälle auf Intensivstation

Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Krise in Italien Ende Februar liegen keine Covid-19-Patienten mehr auf der Intensivstation des Krankenhauses von Bergamo.

Personal der Intensivstation im Krankenhaus von Bergamo.
Personal der Intensivstation im Krankenhaus von Bergamo. - Foto: © ANSA / ROBERTO RITONDALE
Der letzte Intensivpatient wurde am Mittwoch entlassen, 137 Tage seitdem der erste Covid-19-Kranke am 23. Februar eingeliefert worden war, teilte die Leitung des Krankenhauses „Papa Giovanni XXIII“ in Bergamo mit.

Die Stadt Bergamo in der Lombardei stand seit Februar im Zentrum des Virus-Ausbruchs in Italien. Das dortige Krankenhaus gehört zu den symbolischen Orten für die Coronakrise in Itaien. Drastische Bilder von Covid-19-Kranken in überfüllten Sälen und Gängen gingen um die Welt.

„Ein äußerst wichtiger Tag“

„Dies ist ein äußerst wichtiger Tag“, sagte Abteilungsdirektor Luca Lorini bei der Feier nach Angaben der Agentur Adnkronos. Es seien zwar noch Corona-Patienten in der Klinik in Behandlung, doch diese seien bereits negativ getestet, hieß es.

Das Gesundheitspersonal des Krankenhauses hielt in Andenken an die Coronavirus-Todesopfer am Mittwoch eine Schweigeminute.

Viruswelle überrollte Krankenhaus seit 23. Februar

Die Viruswelle hatte das Krankenhaus seit dem 23. Februar mit dem Patientenansturm überrollt. Kurz zuvor waren auch in anderen Orten in der Lombardei Corona-Fälle publik geworden, auch Venetien war früh betroffen.

Inzwischen gehen Fachleute davon aus, dass das Virus Sars-CoV-2 schon mindestens seit Jahresbeginn oder gar seit Dezember 2019 in Italien kursierte.

In ganz Italien wurden bis Mittwoch offiziell mehr als 34.900 Tote mit oder durch Covid-19 gezählt. Die Zahl der bislang registrierten Menschen mit dem Virus liegt bei mehr als 240 000. Zuletzt waren in 24 Stunden knapp 200 neue Fälle dazu gekommen.

stol/apa/dpa

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