Montag, 04. Mai 2020

Krankenhaus in Berlin ruft Schutzmasken zurück

Wegen befürchteter Mängel hat die Charité in Berlin Personal zur Rückgabe bestimmter Schutzmasken aufgerufen.

Die Charité hat Probleme mit den Schutzmasken.
Die Charité hat Probleme mit den Schutzmasken. - Foto: © APA (dpa-Zentralbild) / Robert Michael
„Die Charité hat FFP2-Masken am vergangenen Donnerstag zurückgerufen, da ein falsches CE-Zertifikat vorlag“, teilte die Sprecherin des Universitätsklinikums, Manuela Zingl, am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Was das für die Schutzwirkung der Masken bedeutet, war zunächst offen: „Aktuell werden die besagten Masken in einem unabhängigen Labor geprüft“, erklärte Zingl. Zudem prüfe die Charité eine Strafanzeige gegen den Lieferanten.

Mit dem Anbringen des CE-Zeichens dokumentieren Hersteller in eigener Verantwortung, dass ihr Produkt EU-Richtlinien erfüllt, zum Beispiel an die Sicherheit. Masken der Schutzstufe FFP2 zählen zu den Profi-Masken für den medizinischen Bereich – damit sollen Träger sich auch vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen können.

Alle betroffenen Stationen seien „umgehend informiert und die Masken binnen weniger Stunden aus dem Verkehr gezogen und gegen ein anderes Fabrikat ausgetauscht“ worden, hieß es. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die damit gearbeitet haben, wurden aufgerufen, vorsorglich erneut einen Corona-PCR-Test zu machen. Wie viele Masken bereits ausgegeben waren und in welchen Bereichen sie zum Einsatz kamen, blieb zunächst offen.

Auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb musste Schutzmasken aus China zurückrufen.

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dpa

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