Obwohl Landeshauptmann Luis Durnwalder und Gesundheitslandesrat Richard Theiner in den vergangenen Tagen wiederholt versicherten, dass die Grundversorgung in allen sieben Südtiroler Krankenhäusern erhalten bleibe, stehen zahlreiche Bürger aus dem Oberpustertal diesen Äußerungen noch skeptisch gegenüber. Gestern gingen rund 3.000 Hochpusterer für ihr Krankenhaus auf die Straße und marschierten vom Innichner Bahnhof zum Krankenhaus. Das Ziel der Kundgebung: Die Position des Krankenhauses soll durch eine massive Solidaritätsbekundung gestärkt und die drohende Rückstufung abgewendet werden. Mitglieder von Sozialverbänden und –vereinen, Kinder, Familien, Senioren, aber auch Bürgermeister und Gemeindevertreter sowie die Landtagsabgeordnete der Bewegung „Süd-Tiroler Freiheit“ schlossen sich dem Solidaritätszug an und hielten Transparente mit Aufschriften wie „Wir brauchen unser Krankenhaus“ hoch. Am Mittwochabend hatte ein Promotorenkomitee Landesrat Richard Theiner 15.468 Unterschriften für den Erhalt des Innichner Krankenhauses überreicht. Damals sicherte Theiner zu, dass alle Dienste am Krankenhaus Innichen erhalten bleiben, allerdings an der Organisation etwas geändert werden müsse.