Das Krankenhaus Schlanders ist schon wieder in den Schlagzeilen gelandet. Es geht um ein altes und leidvolles Thema: Bestimmte Angebote im Spital stehen auf der Wackel, weil Personal fehlt. Nun wurde auch im Landtag darüber gesprochen.<BR /><BR />Team-K-Vertreter Franz Ploner, selbst Mediziner, nahm in einer Anfrage im Landtag Bezug auf einen Bericht in der Tageszeitung „Dolomiten“ und fragte bei Landesrat Hubert Messner nach, ob die enthaltenen Aussagen stimmen. Er wollte wissen, ob die Grundversorgung im Krankenhaus – etwa die Geburtenabteilung – weiterhin gewährleistet sei.<h3> Vorgeschichte: Ärzte hatten sich besorgt gezeigt</h3>Die Vorgeschichte zur Landtagsanfrage: Ärzte des Krankenhauses Schlanders hatten Sorge geäußert, dass Dienste rund um Anästhesie, Pädiatrie und Gynäkologie/Geburtshilfe nicht mehr in der heutigen Form zur Verfügung stehen könnten. Damit stünde auch die Geburtshilfe auf der Kippe, wie Franz Ploner befürchtet. <BR /><BR />Der Landtagsabgeordnete stellte folgende Fragen schriftlich: „Ist dem Assessorat bekannt, dass im Krankenhaus Schlanders mit Jahresende gewisse Dienste und Abteilungen einen 24-Stunden nicht mehr garantieren können? Werden die Verträge mit den Fachärzte-Unternehmen, die mit Ende des Jahres 2024 auslaufen, verlängert? Welche Strategie verfolgt der Sanitätsbetrieb bzw. der Gesundheitsbezirk Meran, um notwendiges ärztliches Fachpersonal bereit zu stellen, sollten die Verträge nicht erneuert werden? <BR /><BR />Landesrat Hubert Messner erklärt laut einer Aussendung, dass es richtig sei, dass die Verträge mit den Fachärzte-Unternehmen nicht verlängert werden könnten. Es seien bereits Gespräche mit den Medizinern geführt worden. <h3> Ab dem 14. Oktober weiß man mehr</h3>Der Gesundheitsbezirk Meran schreibe regelmäßig Stellen für Fachärzte und Fachpersonal aus, erklärt Messner weiters. Was Schlanders betreffe, habe man einen Wettbewerb ausgeschrieben, der mit 14. Oktober verfalle - man könne erst dann mitteilen, wie viele Fachärzte sich gemeldet hätten. <BR /><BR />Man werde freiberufliche Fachärzte anstellen, kündigt Messner an. Das so genannte „decreto bollette“ verhindere jedoch die Anstellung über die Fachärzte-Unternehmen. Damit wiederholt Messner im wesentlichen jene Argumente, die bereits Irene Pechlaner, die Direktorin des Gesundheitsbezirks Meran, gegenüber den „Dolomiten“ genannt hatte. <BR /><BR />Damit bleibt den Vinschgerinnen und Vinschgern sowie dem Team des Schlanderser Spitals derzeit nur eines: Abwarten und schauen, wie sich die personelle Lage im Krankenhaus entwickeln wird.