Samstag, 02. Mai 2020

Krankenhaus in Rom rüstet sich für Impfstofftests ab Juli

Bis zum endgültigen Licht am Ende des Corona-Tunnels ist es zwar ein langer, steiniger Weg, erste Strahlen scheinen jedoch trotzdem nach und nach durchzudringen: Auf der Suche nach einem geeigneten Impfstoff gegen das Virus rüstet sich nun das Krankenhaus „Spallanzani“ in Rom für erste Testdurchläufe an Menschen.

Auch Italien will einen Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Weg bringen.
Auch Italien will einen Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Weg bringen. - Foto: © APA (AFP) / NICOLAS ASFOURI
Wie Sanitätsdirektor Francesco Vaia bekanntgab, wird ein eigener Bereich der Einrichtung für die Verabreichung eines Impfstoffes an gesunde freiwillige Testpersonen bereit gemacht. Die Testung finde selbstverständlich „unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften“ statt.

Beim zu testenden Kandidaten handelt es sich um einen genetischen Impfstoff, der vom Biotechnologie-Unternehmen „ReiThera“ mit Sitz in Castel Romano entwickelt wurde. Die wissenschaftliche Koordination und Begleitung in der Entwicklung obliegt dem „Spallanzani“.

Im Gegensatz zu den traditionellen Impfstoffen verwendeten die genetischen Mittel keine inaktiven Mikroorganismen, sondern spezifische Informationen aus den Genen des Virus, um den Antikörper herzustellen, erklärte Sanitätsdirektor Vaia.

An vorderster Front an der Testung des Impfstoffes beteiligt ist die Region Lazium gemeinsam mit dem Ministerium für Universität und Forschung. Die Region hatte angekündigt, 5 Millionen Euro für das Projekt bereitzustellen.

ansa/stol

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