Weil seit Jahren in der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana ein Rückgang der Studierenden aus der östlichen Landeshälfte feststellbar war, wurde mit Herbst 2022 eine Außenstelle des Krankenpflege-Studiengangs in Bruneck errichtet. Ein Teil des Studiums konnte im Pustertal absolviert werden, an zwei Tagen sowie für die Prüfungen galt Präsenzpflicht in Bozen. <h3> „Mangelndes Interesse“</h3>Für fünf Jahre war das Pilotprojekt angelegt. Nach drei Jahren wird es nun aber eingestellt, bestätigte Gesundheitslandesrat Hubert Messner der Team-K-Abgeordneten. Es habe zu wenig Nachfrage gegeben, sagt er und belegt dies mit den Zahlen: „Im akademischen Jahr 2024/25 waren acht Studierende im 3. Studienjahr eingeschrieben und drei im 1. Studienjahr, im 2. Studienjahr gab es keine.“ Deshalb wurde bei der Einschreibung für das aktuelle Studienjahr 2025/26 die Möglichkeit, den Nebensitz Bruneck anzukreuzen, gestrichen. Weil man sich der derzeit schwierigen Verkehrssituation im Pustertal bewusst sei, können Studierende aus dem Pustertal im Studentenheim der Claudiana untergebracht werden, erklärt Messner. <h3> „Angebot nicht attraktiv gestaltet“ </h3>Maria Elisabeth Rieder bedauert die vorzeitige Beendigung des Pilotprojektes. „Ich finde es schade, dass das Angebot anscheinend nicht so attraktiv gestaltet werden konnte, dass es mehr genutzt wird“, sagt sie. Nachdem viele aus dem Pustertal ihr Krankenpflegestudium in Innsbruck absolvieren würden, liege das sicherlich auch am Angebot. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Fraglich ist aus meiner Sicht auch, ob das Angebot genug beworben wurde“, sagt sie. <BR /><BR />Diesbezüglich verweist der Landesrat auf eigene Info-Stände an Krankenhäusern, Jugendzentren, Schulen und Mensen, auf Flyer und Plakate sowie auf Werbung in den Medien. Dabei sei die Außenstelle verstärkt in der Bezirksgemeinschaft Pustertal, aber auch außerhalb sowie in Innsbruck und Verona beworben worden.