<b>Von Miriam Roschatt</b><BR /><BR />Was für viele Mädchen ein unerreichbarer Traum bleibt, wurde für Laura Margesin (25) aus Marling vor neun Jahren Wirklichkeit: Mit 16 wurde die Burggräflerin von Model-Agentin Irene Oberrauch, Direktorin von „Eskimo Models“, auf offener Straße entdeckt. Eine Begegnung, die ihr Leben für immer verändern sollte und die den Startschuss für eine steile Model-Kar<?TrVer> riere gab.<BR /><BR />Heute lebt Margesin in Los Angeles und steht dort für große Marken wie Intimissimi, Tezenis, Stradivarius, Max Mara, Liu Jo, Yves Saint Laurent Beauty, Labello, Na<?TrVer> na Jacqueline und Lululemon vor der Kamera. Mittlerweile gehört sie in der kalifornischen Metropole auch längst zur schillernden Star-Szene und feiert auf Partys mit Heidi Klum, Elton John und Bruno Mars.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1243947_image" /></div> <BR />Doch das sonst so abenteuerliche Leben in Kalifornien, das Laura Margesin mit ihren 280.000 Followern auf Instagram teilt, wurde in diesem Sommer jäh aus dem gewohnten Glanz gerissen: Bei der schönen Südtirolerin wurde nämlich urplötzlich die Erkrankung Ly<?TrVer> me-Borreliose diagnostiziert. In einem bewegenden Video wandte sich Margesin vor Kurzem an ihre Instagram-Follower und berichtete offen von dem Martyrium, welches sie in den vergangenen Wochen durchlebt hatte.<BR /><BR />Warum sie das alles öffentlich teilt? „Weil ich mehr Bewusstsein für diese bakterielle Erkrankung schaffen möchte, damit Betroffene rechtzeitig darauf aufmerksam werden und schwere Verläufe vermieden werden können“, erläutert Margesin gegenüber der „Zett“ ih<?TrVer> re Intention. Damit stellt sich die 25-Jährige in eine Reihe namhafter Persönlichkeiten, die in der Vergangenheit ebenfalls ihre Diagnose Lyme-Borreliose öffentlich gemacht haben – wie etwa Justin Timberlake, Avril Lavigne, Bella Hadid, Ben Stiller, Shania Twain, Justin Bieber und Alec Baldwin. <BR /><BR /><h3> So dürfte sich die Infektion zugetragen haben</h3>Im Sommer dieses Jahres hielt sich Laura Margesin für einige Wochen in Südtirol auf. „Mir ging es richtig gut. Ich war sportlich aktiv und habe die Zeit mit meinen Liebsten in vollen Zügen genossen, vor allem in der Natur“, freut sich das erfolgreiche Model immer, zum Urlauben nach Hause zu kommen. Diesmal nutzte sie ihre freie Zeit aber nicht nur zum Abschalten, sondern auch, um einen gründlichen Gesundheits-Check durchführen zu lassen. Beim Arztbesuch ließ die 25-Jährige auch ein umfassendes Blutbild machen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1243950_image" /></div> <BR />Nebenbei fragte sie, ob man auch testen könne, ob sie möglicherweise allergisch auf Mückenstiche reagiere. In Vergangenheit hatte sie nämlich immer wieder besonders starke Reaktionen nach einem Stich gezeigt. Die Ärztin erklärte ihr, dass es dafür keinen speziellen Test gebe, man aber auf Borreliose testen könne. „Da wusste ich erst gar nicht, was sie meinte“, erinnert sich das Model an den Moment, als sie erstmals mit der Erkrankung konfrontiert wurde. Denn von Borreliose hatte sie bis dahin noch nie etwas gehört. Die durch Zecken übertragene bakterielle Infektion kann – unbehandelt – Haut, Gelenke, Herz, andere Organe und Nervensystem schwer schädigen. Eine rechtzeitige Behandlung ist in der Regel wirksam und beugt chronischen Folgen vor. Tödlich verläuft Borreliose nur in seltenen Fällen. <BR /><BR />Die Ärztin beruhigte Margesin und meinte, sie halte eine Infektion für eher unwahrscheinlich. Trotzdem wurde Laura Margesin zur Sicherheit mittels eines körperlichen Checks sowie eines Bluttests auf Borreliose untersucht. Im Zuge der Untersuchungen fiel der Ärztin ein auffällig roter Kreis rund um einen Stich auf. Margesin selbst hatte ihn zwar schon vor dem Arztbesuch bemerkt, ihm jedoch keine große Bedeutung beigemessen. Sie hielt ihn für einen Mückenstich, auf den sie einfach stärker reagiert hatte. Die Ärztin hingegen wurde hellhörig, denn die markante „Wanderröte“ ist ein klassisches Frühwarnzeichen der Borreliose. Nach der Blutabnahme fuhr die junge Frau nach Hause. Doch bereits am nächsten Tag fühlte sie sich ungewöhnlich schwach. Fieber, geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit sowie Kopf-, Nerven-, Muskel- und Gliederschmerzen setzten plötzlich ein – typische Symptome einer Borreliose-Infektion im frühen Stadium. Eine Woche später klingelte das Telefon und die Ärztin teilte ihr direkt mit: „Laura, dein Bluttest auf Borreliose ist positiv ausgefallen.“<h3> „Gelernt, dass Gesundheit an erster Stelle steht“</h3>„Total überrascht, aber auch erleichtert“ war die gebürtige Marlingerin, als sie die Diagnose erhalten hatte: „Ich hatte ja absolut keine Ahnung, dass ich überhaupt mit Borreliose in Kontakt gekom<?Uni SchriftWeite="95ru"> men war, umso dankbarer bin ich, dass es überhaupt entdeckt<?_Uni> wurde.“ Wo sich das Südtiroler Model mit der normalerweise durch Zecken übertragenen bakteriellen Infektionskrankheit angesteckt hat, kann sie nur ungefähr einschätzen: „Als ich zu Hause war, war ich auch einmal in den Bergen in Österreich. Dort muss es wahrscheinlich passiert sein.“ <BR /><BR />Um mögliche Folgeerscheinungen, wie etwa das Post-Lyme-Syndrom (PLS), zu vermeiden, leitete Margesins Ärztin umgehend erste Behandlungsschritte ein, unter anderem eine zweiwöchige Antibiotika-Kur. Zusätzlich wurde ihr Immunsystem durch Vitamin- und Mineralstoffinfusionen sowie Nahrungsergänzungsmittel unterstützt. „Außerdem habe ich auf ei<?TrVer> ne ausgewogene Ernährung und ausreichend Erholung geachtet“, berichtet die Wahl-Amerikanerin, die während der Erholungsphase beruflich etwas Tempo rausgenommen und privat mehr auf Balance und Erholung geachtet hat. „Ich habe gelernt, dass Gesundheit an erster Stelle steht und wie wichtig es ist, den Körper ernst zu nehmen“, betont sie. <BR /><BR />Heute ist Laura Margesin dankbar, die Erkrankung ohne bleibende Folgen überstanden zu haben. Schönheit bedeutet für sie inzwischen weit mehr als ein makelloses Äußeres, sie beginne mit Gesundheit und innerem Wohlbefinden. Diese neue Haltung möchte sie künftig auch nach außen tragen. „Viele haben mir nach meinem ‚Outing‘ geschrieben, dass sie seitdem bewusster auf ihre Gesundheit achten“, erzählt sie. Denn: Von Lyme seien weit mehr Menschen betroffen, als man gemeinhin glaube. Auch Anwar Hadid, der Bruder von Supermodel Bella Hadid, den Laura persönlich kennt. Er leidet bis heute unter den Spätfolgen der Krankheit, weil sie zu spät ent<?TrVer> deckt wurde. Ein Schicksal, das Laura Margesin – glücklicherweise – erspart blieb.