Montag, 12. April 2021

Krawalle bei unerlaubten Protesten von Lokalinhabern in Rom

In Italien wächst der Unmut gegen die seit Monaten anhaltende Schließung von Lokalen und Geschäften: Einige hunderte Demonstranten aus verschiedenen Regionen versammelten sich am Montagnachmittag auf dem zentralen Platz San Silvestro in Rom zu einer polizeilich nicht genehmigten Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Anti-Covid-Maßnahmen.

Aus unterschiedlichen Regionen waren die Protestierenden angereist.
Aus unterschiedlichen Regionen waren die Protestierenden angereist. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Die Demonstranten gehörten der spontan entstandenen Initiative #ioapro (Ich öffne) an, jedoch beteiligten sich auch Anhänger neofaschistischer Gruppen an den Protesten, die mit Rauchbomben und Knallkörpern für eine Eskalation sorgten. Ein Polizist wurde verletzt, nachdem er mit einer Flasche beworfen wurde.




Die Demonstranten versuchten bis zum Parlament vorzudringen, die Polizei, die Teile des Stadtzentrums um die zentrale Via del Corso abgeriegelt hatte, hinderte sie daran.

Restaurant-Inhaber beklagten ihre großen finanziellen Einbußen. Viele Lokale seien seit Monaten geschlossen. Die Demonstranten bezeichneten die Stützungsmaßnahmen aus unzulänglich. Geführt wurde die Demonstration von einem 34-jährigen Restaurant-Inhaber aus Florenz, der vor einigen Monaten die Bewegung #ioapro gegründet hatte.

Hunderte Demonstranten erreichten mit Bussen und per Zug die Hauptstadt, um sich an der Demonstration zu beteiligen. Circa 100 Demonstranten wurden circa eine Stunde lang von den Sicherheitskräften am Bahnhof blockiert. Einige Demonstranten trugen Fellmützen nach dem Vorbild von Jake Angeli, einem bekannten Anhänger der rechtsextremen Verschwörungstheorie QAnon, der am Sturm auf das US-Kapitol im Jänner in Washington beteiligt war.


apa