Dienstag, 04. Februar 2020

Krebs geht uns alle an

„Sie haben Krebs“: In Südtirol bekommen jedes Jahr etwa 3000 Menschen diese Diagnose, 1000 sterben daran. Die vor 3 Jahren initiierten Brunecker Krebsgespräche plädieren für einen offenen Umgang mit der Krankheit, die Südtiroler Krebshilfe bietet eine umfangreiche Unterstützung und Hilfe für Betroffene.

Die Südtiroler Krebshilfe bietet Unterstützung  für alle von Krebs Betroffenen. Die von Onkologe Christoph Leitner und Rechtsanwalt Andreas Leiter  initiierten  Brunecker Krebsgespräche wollten den offenen Umgang mit der Krankheit weiter anstoßen.
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Die Südtiroler Krebshilfe bietet Unterstützung für alle von Krebs Betroffenen. Die von Onkologe Christoph Leitner und Rechtsanwalt Andreas Leiter initiierten Brunecker Krebsgespräche wollten den offenen Umgang mit der Krankheit weiter anstoßen. - Foto: © shutterstock
Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen wird: Die Menschen werden immer älter und Krebs ist eine Erkrankung, von der besonders Senioren betroffen sind.

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Prostatakrebs bei Männern häufigste Krebsart


Bei Männern ist der Prostatakrebs laut den Informationen der Südtiroler Krebshilfe die häufigste Krebserkrankung. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren. An zweiter Stelle folgt der Darmkrebs, an dritter Stelle der Lungenkrebs.


Brustkrebs bei Frauen die häufigste Krebsart


Bei Frauen ist der Brustkrebs die häufigste Krebsart: auf 1000 Frauen kommen 42 Betroffene. Im Jahr 2007 erkrankten in Südtirol 387 Frauen neu an Brustkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren, über 40 Prozent sind jünger als 60 Jahre.

An zweiter Stelle steht bei den Frauen Darmkrebs. Ansteigend ist die Zahl der Lungenkrebs-Neuerkrankungen. Die Ursache dafür: immer mehr Frauen rauchen. In Südtirol sterben jährlich über 1000 Menschen an einer Krebserkrankung – das ist ein Drittel aller Gestorbenen.

Südtiroler Krebshilfe unterstützt

Eine Krebsdiagnose ist für Betroffene und ihr näheres Umfeld oft ein Schock. Auf einmal verändern sich der Alltag und die Lebensperspektiven. Die Südtiroler Krebshilfe unterstützt beim Umgang mit der Krankheit.

In einem Wechselbad zwischen Hoffnung, Wut und Angst kreisen die Gedanken um unzählige offene Fragen. „Was kommt jetzt auf mich zu?“ „Muss ich sterben?“„Was habe ich falsch gemacht?“ Fragen wie diese treiben die Patienten um, und mit ihnen ihr gesamtes Umfeld.

Brunecker Krebsgespräche: Offener Umgang mit der Krankheit

Bei Krebs bleiben Patienten mit ihrer Angst oft alleine. Denn krank zu sein hat in unserer Leistungsgesellschaft allzu oft keinen Platz. Gerade deshalb ist ein offener Dialog über die Krankheit so wichtig.


Aus diesem Grund haben Onkologe Christoph Leitner und Rechtsanwalt Andreas Leiter die „Brunecker Krebsgespräche“ initiiert., die in diesem Jahr zum bereits 3. Mal stattgefunden haben. Dabei wird das in den Mittelpunkt gerückt, was jeden Erkrankten und seine Angehörigen betrifft: die Auseinandersetzung mit dem Tod – und dem Leben.

Am Samstag tagten zum bereits 3. Mal Fachpersonen – Palliativmediziner, Angehörige und Bischof Ivo Muser – zum Thema. Unter anderem sprachen Experten über den Status quo und die Perspektiven in der Südtiroler Palliativversorgung, über die Patientenversorgung und die emotionalen Herausforderungen von Betroffenen, Angehörigen, Medizinern und Pflegern.



stol