Das hat der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, am Montag bekanntgegeben. Der getötete 14-jährige Florian P. wird am Donnerstag in Krems beigesetzt.Erwartet wurde, dass die Staatsanwaltschaft noch am Montagnachmittag beim Landesgericht Korneuburg eine Tatrekonstruktion beantragen wird, die Klarheit darüber bringen soll, was genau sich am vergangenen Mittwoch in den frühen Morgenstunden in der Filiale des Merkur-Marktes abgespielt hat. Eine diesbezügliche Besprechung war dem Vernehmen nach für 15.00 Uhr angesetzt. Während die Polizisten von einer Notwehrsituation gesprochen haben, hat der angeschossene inzwischen 17-Jährige ausgesagt, er und der ums Leben gekommene Florian P. hätten bereits flüchten wollen, als die Schüsse gefallen sind.Auf die Frage, wie lange das Ermittlungsverfahren dauern wird, ehe feststeht, ob gegen die Polizisten Anklage erhoben oder das gegen sie gerichtete Verfahren eingestellt wird, verwies Köhl am Montag auf die nötigen Gutachten. Vor allem die Expertise des Schießsachverständigen sei „einigermaßen aufwendig". Laut Köhl ist auch davon auszugehen, dass noch einige Wochen verstreichen werden, ehe das schriftliche Gutachten des Gerichtsmediziners vorliegt.Der Termin für das Begräbnis von Florian P. stand inzwischen definitiv fest. Der Totengottesdienst wird demnach am Donnerstag um 12.00 Uhr in der Pfarrkirche Krems-Lerchenfeld, die Beerdigung um 13.15 Uhr auf dem Friedhof der Stadt stattfinden.Die Polizei hat unterdessen weitere Zeugen und Auskunftspersonen befragt. Im Mittelpunkt stand die Frage nach möglichen Mittätern. Die Ermittler gehen hinsichtlich des Einbruchs vorerst von drei Verdächtigen aus. Befragt wurde laut Roland Scherscher vom Landespolizeikommando NÖ u.a. ein Mann, der in der Nacht der Tat mit seinem Moped samt Anhänger auf dem Merkur-Parkplatz gewesen war. Der Zeuge habe sich selbst gemeldet, jedoch keine näheren Angaben machen können.apa