<P><p class=" text-left">Wie die Ermittler mitteilten, gingen die Täter sehr professionell vor: Bei einem Anruf in der Trafik gab sich eine Person als Techniker der „Lottomatica“ aus und gab dabei einige Begründungen an, um den Betreiber der Trafik dazu zu bringen, eine Reihe von wiederaufladbaren Guthaben und so auch "Online-Einkaufsgutscheine" auszustellen.</p><p class=" text-left">Der Betrüger hat das so gekonnt durchgeführt, dass er auch den Benutzer-Code dieser "Online-Gutscheine" vom Opfer bekam. Die Betrogenen bekamen vom gesamten Vorgang nichts mit und waren völlig ahnungslos, so die Ermittler. Die Kriminellen wirkten sehr überzeugend, weil sie sich während des telefonischen Kontakts auch sehr gut mit all den Vorgangsweisen und Einrichtungen der einzelnen Tabakläden gut auskannten.</p><p class=" text-left">Die "Einkaufs-Gutscheine", die so ergaunert wurden, sollten dann auf ein Spielerkonto, das auf den Namen des Betrügers lief, in ein Spielcasino im Ausland fliessen. Durch ein Vertrauensverhältnis zwischen der Firma, die die oben genannten "Gutscheine" ausstellte und dem Spiel-Casino, wurden dann eine Summe von über 20.000,00 € zur Verfügung gestellt. Diese Summe war virtuell verfügbar, so lange sich noch der Betrag auf den „Gutscheinen“ befand, ohne dass eigentlich jemals im Spielcasino gespielt wurde und wurde dann in reales Geld umgewandelt.</p><p class=" text-left">Dieses „reale“ Geld wurde dann den Komplizen des Betrügers in Form von Guthaben-Aufladungen und Banküberweisungen ausbezahlt. Insgesamt wurden zehn Personen, die fast alle spezifische Vorstrafen aufweisen, identifiziert und an die Justizbehörde gemeldet.</p><p class=" text-left">Der Gesamtschaden für die Tabaktrafiken in Südtirol beläuft sich auf etwa 65.000 Euro, von denen 20.000 Euro sichergestellt und blockiert werden konnten. </p><p class=" text-left">Auch dank der Mithilfe „Verbandes der Tabakläden“ konnte es vermieden werden, dass der Betrug eine viel größere Ausdehnung erreichte. Der Verband habe nämlich auf lokaler und auch auf nationaler Ebene umgehend eine Sensibilisierungskampagne ins Leben gerufen, um weitere ähnliche Fälle zu vermeiden.</p></P>