„Ich saß am Schreibtisch in der Praxis und sah plötzlich auf dem PC-Monitor, auf dem ich Whatsapp-Web geöffnet hatte, wie plötzlich mein Account durchstartet und laufend vermeintliche Nachrichten von mir an meine Whatsapp-Kontakte verschickte. Was ist da los, fragte ich mich. Natürlich bin ich erschrocken“, erzählt Dr. Sleiter. <BR /><BR />Er habe dann sofort sein Handy auf Flugmodus gestellt, um offline zu sein und hat die Verknüpfung vom Handy zum PC-Desktop unterbrochen. „Ich habe dann sofort an alle Kontakte, die ich anschreiben konnte – manche waren für mich komplett blockiert – die Nachricht geschickt, dass mein Whatsapp gehackt wurde und dass sie den Link nicht öffnen und die Nachricht sofort löschen sollten“, sagt Dr. Sleiter.<h3> Aber wie wurde der Whatsapp-Account gehackt?</h3> „Also ich habe von einem meiner Kontakte genau diese Fake-Nachricht mit einem Link bekommen. Darin bat mich dieser Kontakt, ein italienischer Geschäftspartner, seiner Tochter, die bei einem Ballett-Wettbewerb mitmacht, die Stimme zu geben. Er ist Italiener, also wurde ich auch nicht stutzig, dass die Nachricht auf Italienisch kam. Aus Höflichkeit und Gutgläubigkeit habe ich auf den Link geklickt, wodurch sich eine täuschend echte Whatsapp-Funktion zur Geräteverknüpfung mit einem QR-Code geöffnet hat, den sich gescannt habe. Dann war's schon geschehen“, sagt Dr. Sleiter. <BR /><BR />Kriminelle koppeln fremde Geräte an bestehende Whatsapp-Konten und haben ab da Zugriff aufs gekoppelte Gerät – auf Chats, Kontakte und Medien. Er habe glücklicherweise die 2-Faktor-Authentifizierung am Handy aktiviert gehabt. „Das hat sicher Schlimmeres verhindert, indem die eigene Nummer geklont wird. Das würde ich jedem raten“, sagt Sleiter.