Mittwoch, 10. Oktober 2018

Krippe am Waltherplatz geschändet: Klage zurückgezogen

Der Jugendliche, der im vergangenen Jahr am Bozner Christkindlmarkt die Krippe geschändet hatte, hat seine Tat bereut, Sozialdienst angeboten und sich offiziell bei der Stadt Bozen entschuldigt. Damit ist die Sache für Bürgermeister Renzo Caramaschi erledigt.

Das Bild kursierte in den Medien. - Foto: Facebook/Amicizia
Badge Local
Das Bild kursierte in den Medien. - Foto: Facebook/Amicizia

Im vergangenen Advent kursierte in den sozialen Medien ein Foto, auf dem mehrere Jugendliche in geschmacklosen und obszönen Posen inmitten der Krippe am Bozner Waltherplatz zu sehen sind. 

Der Bürgermeister hatte damals die Staatsanwaltschaft ersucht abzuwägen, ob sich die Jugendlichen durch ihre Handlung, abgesehen von der Respekt- und Würdelosigkeit gegen die Werte der einheimischen Bevölkerung, strafbar gemacht haben und erstattete Anzeige.

Kurz darauf konnten der Täter und seine (noch immer) minderjährigen „Komplizen“ ausfindig gemacht werden. Der Antrag um Archivierung des Strafverfahrens, das die Staatsanwaltschaft am Landesgericht gestellt hatte, wurde von der Klägerpartei, der Gemeinde Bozen, abgelehnt.

Nachdem der jugendliche Hauptakteur nun aufrichtig seine Tat bereut hat und sich beim Bürgermeister und der Stadt offiziell dafür entschuldigt hat, zieht dieser nun die seine Klage zurück. Der Jugendliche hat außerdem angeboten, einen Sozialdienst abzuleisten.

Zum Vorfall sagte der Bürgermeister: „Der Jugendliche, der zudem ein fleißiger Schüler ist, hat seine Tat bereut und hat den Fehler seiner unüberlegten Handlung eingestanden. Es war ihm auch nicht bewusst, welche Folgen diese Handlung durch die Verbreitung in den sozialen Medien mit sich gebracht hat. Ich bin überzeugt, dass der junge Mann aus dieser Dummheit gelernt hat.“

stol