Mittwoch, 13. Dezember 2017

Krippenschändung: "Das ist geschmacklos"

Seit 2010 steht die Krippe am Bozner Christkindlmarkt und noch nie wurde sie in ein schlechtes Licht gerückt - geschweige denn beschädigt. "Ich bin sprachlos", kommentiert Roberta Agosti von Bozner Verkehrsamt die Krippenschändung durch drei Jugendliche - und verweist auf die relevanten, schönen Begebenheiten.

Die Krippe am Bozner Christkindlmarkt ist ein beliebtes Fotomotiv für Besucher. - Foto: A. Leimgruber
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Die Krippe am Bozner Christkindlmarkt ist ein beliebtes Fotomotiv für Besucher. - Foto: A. Leimgruber

"Von der Krippe werden so viele schöne Fotos gemacht  - und es soll dabei bleiben", sagt Agosti auf Nachfrage von STOL. Im Bozner Verkehrsamt möchte man die schöne Seite des Bozner Christkindlmarktes in den Mittelpunkt stellen - mitsamt dem beliebten Fotomotiv: der Krippe mit den lebensgroßen Figuren. 

Die Krippe dienst unzähligen Besuchern als Fotomotiv. - Foto: Facebook

Dass diese von drei jugendlichen Besuchern für obszöne Gesten und ein Beweisfoto davon benutzt wurden, "das ist geschmacklos", so Agosti. Es seien Symbole, die man nicht missbrauchen sollte. "Und davon sollten wir nicht auch noch Werbung machen." 

Wie berichtet kursiert seit Dienstag ein Foto im Netz, dass die drei Jugendlichen bei ihrem schändlichen Treiben am Bozner Christkindlmarkt zeigt. Durch das Vervielfältigen und Kommentieren im Netz, verbreitete sich das Bild wie ein Lauffeuer (STOL hat berichtet). 

Stein des Anstoßes: die Krippenschändung mit Fotobeweis im Netz. - Foto: Facebook/Amicizia

Für Roberta Agosti ist dies ein Einzelfall. "In all den 8 Jahren seit die Krippe aufgestellt wurde, hat es noch nie ein Problem gegeben, auch wurden noch nie Statuen beschädigt", so Agosti. Seit 2010 verschönert die Krippe als Leihgabe der Holzschnitzerei Tschager den Weihnachtsmarkt.  

Absperrung wäre nicht wirksam - Besucher verhalten sich respektvoll

Heuer habe man beschlossen, keine Absperrung anzubringen, "als positive Botschaft", berichtet Agosti. Obgleich das vormals vorgespannte, rote Seil kein Hindernis in so einem Fall dargestellt hätte. "Die Leute gehen auch so nicht hinein, weil sie merken, dass es eine schöne Installation ist", berichtet Agosti. Die Besucher knipsen und verhalten sich respektvoll gegenüber religiösen Symbolen. 

"Ich bin auch eine Frau von Welt. Aber ich kann verstehen, dass sich die Leute über derlei befremdliches Treiben aufregen. Das ist schon richtig", so Agosti. 

stol/ker

stol