Krisenstimmung in der HOPPE. Das weltweit tätige Unternehmen muss Teile der Belegschaft entlassen. Die HOPPE-Belegschaft wurde nun mit dieser Hiobsbotschaft konfrontiert: Es droht der Abbau von bis zu rund 120 Arbeitsplätzen. Nun werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um für die Betroffenen Auswege zu finden.<BR /><BR />Das haben die Beschäftigten der HOPPE-Werke in Laas und Schluderns nicht gern gehört: Rund 120 Jobs könnten in den kommenden Monaten abgebaut werden. Diese Zahl wurde von Beteiligten an Werksversammlungen genannt, jedoch von HOPPE nicht offiziell bestätigt.<BR /><BR />Der Grund für den Stellenabbau ist in der gesamtwirtschaftlichen Lage zu suchen, wie die HOPPE uns am Freitagvormittag auf Nachfrage mitteilte. Es hätten Betriebsversammlungen in den Werken der HOPPE AG in Schluderns und Laas stattgefunden, daran habe auch Christoph Hoppe, der Präsident des Verwaltungsrates, teilgenommen. <h3> Arbeitsplatzsicherheit sei sehr wichtig</h3>Er habe die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über die „schwierige globale Wirtschaftslage und im Speziellen über die Krise im Bausektor“ informiert – dies gelte für den gesamten europäischen Markt. Die Auswirkungen seien „seit Juli 2022 stark negative Entwicklungen“, der Umsatz 2023 werde „weit unter dem Vorjahresumsatz liegen“. <BR /><BR />Für HOPPE sei die Arbeitsplatzsicherheit aber sehr wichtig. Daher seien „zunächst alle möglichen Maßnahmen ergriffen worden, um die Arbeitsplätze der Stamm-Mitarbeiterschaft zu erhalten. So wurden beispielsweise befristete Arbeitsverträge nicht verlängert, es wurde auf Zeitarbeiter verzichtet und die natürliche Fluktuation wurde nicht mehr ersetzt“, erklärt die Unternehmensleitung. <BR /><BR />Seit Juli 2023 sei außerdem für alle Mitarbeiter die Ordentliche Lohnausgleichskasse in Anspruch genommen worden. „HOPPE hat also alles versucht, um diese schwierige Zeit zu überbrücken“, wird betont. Das reiche aber leider nicht aus, daher müsse man auch Personal entlassen. <h3> „HOPPE hat alles versucht“</h3>Nur damit könne die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit der größte Teil der Arbeitsplätze im Vinschgau gesichert werden. Eine Arbeitsgruppe werde in den nächsten Wochen die entsprechenden Bedingungen festlegen.<BR /><BR />In den beiden betroffenen Gemeinden Laas und Schluderns ist naturgemäß Feuer am Dach, wobei gesagt werden muss, dass in den beiden Werken auch Bewohner anderer Ortschaften beschäftigt sind.<BR /><BR />Der Schludernser Bürgermeister Heiko Hauser bedauert den Schritt zutiefst. Er könne aber nachvollziehen, dass er notwendig geworden sei. Oberstes Ziel müsse nun sein, die Werke im Vinschgau langfristig zu sichern. <h3> Jetzt gilt: Lösungen für die Betroffenen finden</h3>Bürgermeister Heiko Hauser und seine Laaser Amtskollegin Verena Tröger haben bereits diverse Aussprachen geführt, mit dem Unternehmen HOPPE selbst, aber auch bereits mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer. <BR /><BR />Für Hauser und Tröger ist jetzt nicht nur wichtig, dass die Standorte der HOPPE im Vinschgau erhalten bleiben – man wolle auch gemeinsam versuchen, Lösungen für die Betroffenen zu finden. Das sei ebenfalls prioritär. Dass weltweite Krisen direkte Effekte auf Betriebe wie die HOPPE haben, war bereits 2009 der Fall. Auch damals musste das Unternehmen z. B. zu Kurzarbeit greifen.