Sonntag, 31. Januar 2016

Kritische Lawinensituation in Westösterreich – Stufe vier

Neuschnee, Regen und Sturm haben die Lawinengefahr in Nordtirol und Vorarlberg in der Nacht auf Sonntag stark ansteigen lassen.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Erreichte sie am Sonntagvormittag noch Stufe drei (erhebliche Gefahr), wurde am Nachmittag eine weitere Steigerung auf Stufe vier (große Gefahr) auf der fünfteiligen Gefahrenskala erwartet. Laut Experten musste mit spontanen Lawinenabgängen gerechnet werden.

Im Bregenzerwald, im Kleinwalsertal, am Arlberg und im Außerfern fielen in der Nacht 30 bis 45 Zentimeter Neuschnee, in der Silvretta/Samnaun bis zu 20 Zentimeter und im übrigen Nordtirol und am Osttiroler Tauernkamm zehn Zentimeter.

Schneefallgrenze steigt an

Im Laufe des Sonntags sollte die Schneefallgrenze bis auf 1.500 Meter ansteigen, am Abend sogar bis auf 2.000 Meter. Durch den Regen in tiefen und mittleren Lagen werde die Schneedecke massiv an Festigkeit verlieren, hieß es. Unerfahrenen Wintersportlern wurde dringend von Skitouren und Variantenfahrten abgeraten.

Die Beurteilung der Lawinengefahr für Wintersportler als „heikel“ (Lawinenwarndienst Vorarlberg) bzw. als „kritisch“ (Lawinenwarndienst Nordtirol) galt in den beiden österreichischen Bundesländern mehr oder weniger für das gesamte Gebiet. Mit einer Entspannung der Lage ist auch am Montag nicht zu rechnen.

apa

stol