Dienstag, 08. September 2020

Krokodil in Deutschland: Kotprobe soll Aufschluss bringen

Auf der Suche nach einem von mehreren Zeugen beobachteten Krokodil in der Unstrut hat das Landratsamt des Kyffhäuserkreises in Thüringen Hoffnungen in eine Kotprobe gesetzt. Die Hinterlassenschaft sei bei der Suche nach dem Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönwerda – einem Ortsteil der Stadt Roßleben-Wiehe – gefunden worden. Ergebnisse der Analyse erwartet das Landratsamt am Mittwoch.

Das Krokodil konnte immer noch nicht gefunden werden.
Das Krokodil konnte immer noch nicht gefunden werden. - Foto: © Shutterstock
Grundsätzlich ist es möglich, Tierarten anhand von Kotresten zu bestimmen. Welche Ergebnisse die Probe liefern könne, sei jedoch noch nicht klar, sagte eine Sprecherin.

Zudem gebe es Überlegungen, eine mit einem Köder bestückte Fotofalle zu errichten, um das Krokodil anzulocken. Wo und wann dies geschehen solle, werde allerdings nicht öffentlich mitgeteilt werden, so die Sprecherin.

Mehrere Krokodil-Sichtungen


Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, ein Krokodil in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Exoten im Burgenlandkreis wurde vergangenen Donnerstag eingestellt.

Allerdings gab es am Sonntag einen Zeugenhinweis, wonach ein Krokodil an der Unstrut in Schönwerda in Thüringen gesehen worden sei. Feuerwehr und Polizei suchten daraufhin in einer großen Aktion und unter Einsatz eines Hubschraubers und einer Drohne nach dem Tier. Fündig wurden sie allerdings nicht.

apa/dpa

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