Donnerstag, 12. Mai 2016

Küstenwache rettet vor Sizilien über 800 Menschen

Die italienische Küstenwache hat im Mittelmeer erneut mehr als 800 Flüchtlinge entdeckt, die von verschiedenen Schiffen nach Sizilien und Kalabrien gebracht werden sollen. Die ersten 342 Migranten seien bereits im sizilianischen Hafen von Augusta angekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag.

Archivbild
Archivbild - Foto: © LaPresse

Entgegen zunächst anderslautenden Berichten sei nur ein Syrer darunter. Bei den anderen handle es sich um Ägypter, Somalier und Sudanesen, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Deutschen Presse-Agentur.

Bis April nur 26 syrische Flüchtlinge 2016 in Italien gelandet

Am Donnerstag hatte es zunächst geheißen, die meisten der Flüchtlinge stammten aus Syrien. Dies hätte auf eine Verlagerung der Flüchtlingsroute aus dem Bürgerkriegsland von Griechenland in Richtung Italien hingedeutet. Viele Experten hatten dies nach der Schließung der Balkanroute befürchtet. Laut IOM-Sprecher Flavio di Giacomo sind bis zum 30. April aber nur 26 Syrer in Italien gelandet.

Weitere etwa 500 Migranten sollen im Laufe des Tages auf Sizilien und in Kalabrien ankommen. Unbestätigten Berichten zufolge seien auch darunter keine Syrer, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA.

apa/dpa

stol