Freitag, 08. September 2017

Kulturhauptstadt 2019: Tommasini und Co. müssen zahlen

„Willkürlich und nicht zielführend“ waren laut Alessia Di Gregorio, Staatsanwältin am Rechnungshof, die Ausgaben in Höhe von 470.271 Euro, die Südtirol im Vorfeld seiner Bewerbung – im Verbund mit Venedig und Nordostitalien – um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2019 getätigt hat. Jetzt werden Landesrat Christian Tommasini und die Landesbeamten Katia Tenti, Antonio Lampis und Marisa Giurdanella zur Kasse gebeten.

Landesrat Christian Tommasini muss zahlen - wenn auch nur eine kleine Summe.
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Landesrat Christian Tommasini muss zahlen - wenn auch nur eine kleine Summe. - Foto: © STOL

Insgesamt hatte das Land 1,071 Millionen Euro für die Bewerbung bereitgestellt. Kulturhauptstadt 2019 wurde dann aber Matera (Basilikata).

Am Freitag hat der Rechnungshof ein Urteil gefällt: Die Angeklagten müssen zahlen. Zwar nicht den vollständigen Betrag, sondern Beträge von jeweils 500 bis 50.000 Euro.

So muss Katia Tenti am tiefesten in die Tasche greifen: Sie wurde zu einer Zahlung von 50.028 Euro verurteilt, Lampis und Giurdanella zu jeweils 1244 Euro und Landesrat Christian Tommasini zur eher symbolischen Summer von 491 Euro.

stol/rc

stol