„Dies ist notwendig, um den darunterliegenden Häusern den nötigen Schutz vor Steinschlag zu garantieren“, sagt der Kurtatscher Bürgermeister Andreas Anegg.<BR /><BR />Bereits nach dem großen Unwetter vom Jahre 2001 wurde oberhalb von Kurtatsch von der Forstbehörde in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Schutzwall aus bewehrter Erde errichtet.<BR /><BR />„Diese Schutzmaßnahme für das ganze obere Dorf – hauptsächlich Mariahilf-Gasse und Schießstandweg – reicht nach heutigen Berechnungen nicht mehr aus. Die aktuellen Parameter und Steinschlagsimulationen ergeben, dass der derzeitige Schutzwall zu niedrig ist. Die direkte Folge davon ist leider, dass sich die darunter liegenden rund 50 Wohnhäuser im Gefahrenschutzplan der Gemeinde künftig in der roten Zone wiederfinden. Und das hat Folgen: Es sind keine außerordentlichen Baumaßnahmen, Erweiterungen, Ausbauten usw. mehr möglich. Lediglich ordentliche Instandhaltungsarbeiten können noch durchgeführt werden. Neben dem Sicherheitsfaktor für die Bevölkerung bedeutet dies auch eine enorme Wertminderung für die betroffenen Liegenschaft. Somit besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt Bürgermeister Andreas Anegg. <BR /><BR />Bei einem kurzfristig einberufenen Informationstreffen wurden die betroffenen Hauseigentümer über die neue Situation informiert. In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie wurde die Sachlage analysiert und besprochen: Der bestehende Schutzdamm muss laut Bürgermeister jedenfalls „erweitert, sprich erhöht werden, um den darunterliegenden Häusern den nötigen Schutz vor Steinschlag zu garantieren. Es ist auch festzuhalten, dass es sich hier nicht um eine neuer Wohnbausiedlung handelt, sondern um teils jahrhundertealte Wohnhäuser und Weinhöfe. Bitterer Beigeschmack dieser dringenden Zivilschutzmaßnahmen sind die Kosten von rund sechs Millionen Euro“, sagt Anegg.<BR /><BR />Ersten Berechnungen zufolge ist mit einem Kostenaufwand von rund sechs Millionen Euro zu rechnen. Für die Gemeinde geht es jetzt darum, die Projektierung der Arbeiten in die Wege zu leiten und dann die Finanzierung dieser Ausgaben zu sichern: „Für die Gemeinde Kurtatsch wird das sicherlich eine große Herausforderung sein und andere Bauvorhaben müssen womöglich hinten angestellt werden. Die Sicherheit der Bevölkerung hat auf jeden Fall Vorrang und ist alternativlos“, so Bürgermeister Andreas Anegg.