Der Erdstoß wurde in ganz Norditalien, aber auch in Innsbruck, gespürt und löste erneut Angst in der Bevölkerung aus. Dabei kam es zu weiteren Einstürzen. Tausende Menschen rannten in Panik auf die Straße.Vier Beben innerhalb weniger Stunden – mindestens 16 Tote Bereits in den frühen Morgenstunden hatte die Provinz Modena ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala erschüttert.Das Beben, das mindestens 16 Todesopfer und mehr als 100 Verletzte forderte, war auch in Südtirol und in Teilen Österreichs, vor allem in Nordtirol und in Kärnten, deutlich zu spüren.Mindestens 6000 Personen sind infolge des Erdbebens obdachlos. Die Zahl dürfte jedoch nach Einschätzung der Polizei weiter steigen.Arbeiter im Lagerhaus verschüttet In der Ortschaft San Felice sul Panaro, unweit der Stadt Modena, wurden zwei Menschen getötet. Eine weitere Person starb im Dorf Mirandola.Dort wurden auch einige Arbeiter in einem Lagerhaus verschüttet. Mehrere von ihnen kamen dabei ums Leben, unter anderem auch ein Pakistaner und ein Marokkaner. Weitere Todesopfer gab es in Concordia und Finale. In Rovereto di Novi starb der Dorfpfarrer. Erneut immense Sachschäden In Dutzenden Gemeinden rund um das Epizentrum wurden immense Sachschäden gemeldet. Ein Teil des Doms der Stadt Carpi stürzte wegen des Erdbebens ein. Soldaten wurden eingesetzt, um die Straßen zu räumen.Der Sportwagenproduzent Ferrari in Maranello schloss seine Produktionswerke und schickte die Angestellten nach Hause.Auch die Mobilfunkverbindungen wurden wegen des Erdbebens teilweise lahmgelegt. Die Universität Padua musste evakuiert werden, in Bologna wurde die Universität vorübergehend geschlossen.Mehrere Nachbeben Unmittelbar darauf folgten um 10.24 Uhr und um 11.50 kleinere Nachbeben. Um 12.56 bebte die Erde hingegen erneut stark. Das Beben erreichte eine Stärke von 5,6 und war auch in Südtirol wieder deutlich zu spüren.Region Emilia Romagna beklagt erneut mindestens 16 TodesopferDie Region Emilia Romagna, die erst am 20. Mai von einem schweren Erdbeben und in den vergangenen Tagen von zahlreichen Nachbeben heimgesucht worden war, beklagt neuerlich mindestens 16 Todesopfer (siehe eigene Meldung).Vor neun Tagen waren sieben Menschen beim Beben ums Leben gekommen und schwere Schäden angerichtet worden. 7.000 Menschen sind seither obdachlos. Am Dienstag sind weitere 6000 Obdachlose dazugekommen.Ingv warnt vor weiteren, starken NachbebenDas Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) warnte am Dienstag davor, dass es zu weiteren, starken Nachbeben kommen könnte. stol