Als Karl Höller aus Mölten (1963 geboren) am Abend des ersten Weihnachtstages nicht von seiner Skitour nach Hause gekommen war, wurde gegen 19 Uhr Alarm geschlagen. Weil die Familienangehörigen nicht genau wussten, wohin die Skitour des Mannes gehen sollte, wurde zunächst der Bergrettungsdienst von Bozen verständigt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="847256_image" /></div> <BR /><BR />Durch eine Handyortung fand man heraus, dass sich Höller zuletzt im Schnalstal aufgehalten hatte. Um 21.30 Uhr wurde der Einsatz an die Bergrettung von Schnals übergeben. Auch das Bergrettungsteam der Finanzwache und der Notarzthubschrauber Aiut Alpin wurden an den Einsatzort gerufen. <BR /><BR />Gegen 22 Uhr machten die Carabinieri dann das Auto des 59-Jährigen in Kurzras ausfindig. Dadurch konnte der Suchbereich weiter eingegrenzt werden. <BR /><BR />Bei einem Suchflug mit dem Notarzthubschrauber Aiut Alpin entdeckten die Bergretter eine Skispur, der sie folgten. Der Mann war wohl zuerst auf den Stotz (2887 Höhenmeter) aufgestiegen, dann wieder ein Stück abgefahren, um dann auf die 3483 Meter hohe Lagaunspitze aufzusteigen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="847259_image" /></div> <BR /><BR />Unterhalb der Lagaunspitze entdeckten die Einsatzkräfte vom Notarzthubschrauber aus einen relativ großen Lawinenkegel. Als sich die Bergretter dem Lawinenbrett näherten, sahen sie sofort die Arme des Skitourengehers aus den Schneemassen schauen. <BR /><BR />Der Skitourengeher wurde wohl beim Aufstieg auf die Lagaunspitze unter den Schneemassen begraben. Die Bergretter konnten den Mann auf 2670 Höhenmetern gegen 1 Uhr früh nur noch tot bergen. Für den 59-jährigen Möltner kam jede Hilfe zu spät. <BR /><BR />Karl Höller war Gemeindearbeiter. Er hinterlässt seine Frau und 3 Kinder. <BR /><BR />Im Einsatz standen die Bergrettung von Schnals, die Bergrettung der Finanzwache, die Freiwillige Feuerwehr, der Notarzthubschrauber Aiut Alpin sowie die Carabinieri und die Notfallseelsorge.