Sardiniens Hauptstadt Cagliari war 2024 die italienische Stadt mit den meisten sonnigen Tagen, gefolgt von Neapel auf Platz 2 und Salerno auf dem dritten Platz. Es folgte die apulische Hafenstadt Brindisi und das sizilianische Agrigent, geht aus der vierten Ausgabe des „Climate Liveability Index“ hervor, der von der Tageszeitung „Corriere della Sera“ in Zusammenarbeit mit dem Wetternachrichtenportal „Il meteo.it“ veröffentlicht wurde. <BR /><BR />Das vergangene Jahr war das wärmste, das Italien je erlebt hat, mit einer Durchschnittstemperatur von 1,36 Grad über den Klimareferenzwerten 1991-2020. Die Städte, in denen 2024 die niedrigsten Temperaturen gemeldet wurden, waren Belluno, L´Aquila und Bozen. <BR /><BR />In den meisten italienischen Städten wurde ein sehr milder Winter verzeichnet. In Mailand sank die Zahl der Frosttage, also der Tage, an denen die Mindesttemperatur bei null Grad oder darunter liegt, auf 24, gegenüber einem 30-jährigen Durchschnitt von 47. Die Eistage, an denen die Höchsttemperatur unter 0 Grad bleibt, gibt es nicht mehr. <BR /><BR />Seit 2015 ist der Schnee in der Pianura Padana praktisch verschwunden.<BR />„Was die Niederschläge angeht, können wir einen klassischen Ausdruck verwenden, der genau beschreibt, was im letzten Jahr passiert ist: Italien war zweigeteilt“, erklärt Mattia Gussoni, Meteorologe bei „Ilmeteo.it“. <BR /><BR />„Im Norden war es ein extrem nasses Jahr. In Mailand gab es 111 Regentage mit 58 Prozent mehr Regen. Zwischen Februar und März fielen 420 Millimeter Regen, ein Rekord seit 1776“. Diese Zahl ist für die nördlichen Regionen besonders interessant, da das Jahr 2022 vor allem im Nordwesten extrem trocken war. Wir sind in kurzer Zeit von einem Jahr mit 400 mm Regen auf eines mit 1.600 mm gekommen„, stellte Gussoni fest. Zunehmend extreme Bedingungen sind eine der vielen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels.<BR /><BR />Im diesjährigen Index wurde der Begriff Starkregen geändert: Er bezieht sich nun auf Tage mit Niederschlägen von mehr als 5 mm in fünf Minuten oder mehr als 15 mm in einer Stunde. Dies ist eine genauere Definition als die vorherige, die sich auf die an einem Tag gefallenen Niederschläge bezog, da die Daten stündlich erfasst werden. Der Parameter Hitze hat sich ebenfalls geändert: nicht mehr “extreme Hitze„ mit Höchstwerten über 35 Grad Celsius, sondern “afrikanische Hitze„ mit Höchstwerten über 34 Grad Celsius. Der Temperaturtrend ist leider stetig steigend.