Sonntag, 05. Juli 2020

La Repubblica: Corona-Krise bringt Revolution des Online-Verhaltens

Die Corona-Krise hat das Verhalten der Menschen im Internet stark verändert, doch die Gesetzgebung hält nur schwer Schritt, wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ am Sonntag analysiert.

Durch die Krise hat sich das Online-Verhalten vieler Menschen geändert.
Durch die Krise hat sich das Online-Verhalten vieler Menschen geändert. - Foto: © shutterstock
„Covid-19 hat die Menschen in den Industrieländern zweifellos dazu bewegt, das Internet stärker zu nutzen und ihr Onlineverhalten zu revolutionieren. Dieses Phänomen macht es dringend erforderlich, die digitalen Dienste zu verbessern und die digitalen Rechte zu schützen.

(...) Mobiltelefone dominieren, aber es gibt eine Rückkehr zum Computer, weil die Menschen mehr Zeit am Schreibtisch verbringen. Der Boom bei der Nutzung von Videos, um in Kontakt zu bleiben, deutet darauf hin, dass das Bedürfnis wächst, nicht nur miteinander zu reden, sondern sich auch zu sehen. (...) Das heißt, wir befinden uns mitten in einer Neudefinition der Beziehung zwischen den Bürgern und dem Internet, weil viele das Netz stärker nutzen und auf eine ganz andere Art als noch vor 4 Monaten.

Das Paradoxe ist, dass all dies vor einem Hintergrund geschieht, in dem die Internetnutzer immer noch häufig ungeschützt und den verschiedensten Arten von Angriffen und Verstößen ausgesetzt sind: von Cybermobbing bis zu Fake News, von Hackerattacken bis zu 'böswilligen Angriffen' durch feindliche Mächte, vom Diebstahl geistigen Eigentums bis zu Belästigungen aller Art“, schrieb die Zeitung am Sonntag.

dpa

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