In diesen Tagen, legte D'Ambrosio dar, werden im Labor Tattoo-Farben untersucht, die großteils Schwermetalle und krebserregende Stoffe enthalten. In den letzten Jahren wurde zum Beispiel krebserregender roter Farbstoff in Nudeln oder Bleikontamination in der Getränkeproduktion festgestellt.Beanstandungen bei LebensmittelnDie häufigsten Beanstandungsgründe sind unter anderem verdorbenes Frittierfett, ein anderer Alkoholgehalt als der deklarierte, nicht deklarierte Zusatzstoffe und billige Produkte, die teurer verkauft werden. Auch Kontaminanten, etwa Schimmelgifte sowie der Verderb oder die Verschmutzung des Produktes gehören dazu.Fisch„Besorgniserregend ist etwa die falsche und zudem illegale Behandlung von frischem Thunfisch, der mit Kohlenmonoxid versetzt wird“, erklärte der Amtsdirektor.Weitere Beanstandungen im Fischverkauf seien laut D'Ambrosio das Vorhandensein von Histaminen über dem Grenzwert, verdorbene Filets, aufgetaute Erzeugnisse, die als frische verkauft werden, Fälschungen der Artbezeichnungen, Quecksilber in Schwertfischen, nicht deklarierte Zusatzstoffe wie Schwefeldioxid und Konservierungsmittel.NahrungsergänzungsmittelNahrungsergänzungsmittel, warnt D'Ambrosio, können mit Benzetoniumchlorid versetzt sein, einem in Lebensmitteln nicht erlaubten Desinfektionsmittel für Böden, das in seinem Labor vor einigen Jahren mehrfach nachgewiesen wurde. Kontrolle von KosmetikproduktenAuch stellten die Labormitarbeiter Blei in Kosmetikprodukten für Kinder fest. Das Labor in Bozen und eines im Piemont seien italienweit die beiden einzigen Labors, die Kosmetikprodukte kontrollieren, so D'Ambrosio.Lebensmittel mit ArzneimittelnDer Amtsdirektor betonte: „Vor eineinhalb Jahren wurden etwa in als biologisch und Wunderwurzel angepriesenen Lebensmitteln unter anderem Viagra herausgefiltert.Lebensmittel, unterstrich D'Ambrosio, dürfen keine Arzneimittel enthalten. Festgestellt wurden in als "hundertprozentig natürlich" angepriesenen Appetitblockern etwa ein krebserregendes Abführmittel sowie ein zu hoch dosiertes Arzneimittel für extrem dickleibige Personen, das zudem verboten ist.Fehldeklarationen, Fälschungen und KontaminantenInfektionen mit EHEC-Erregern habe es sicherlich schon früher gegeben, nur seien sie nicht so bekannt geworden, erklärte D'Ambrosio.Heute, legte D'Ambrosio dar, werden Analyse mittels Chromatographie, Spektralphotometrie und Molekularbiologie durchgeführt, man ist seit den 1970er-Jahren in der Lage, etwas zu sehen, was vorher nicht sichtbar war. "Die Herausforderungen heute sind Fehldeklarationen, Fälschungen, Täuschungen und Kontaminanten, erklärte D'Ambrosio.Im Labor für Lebensmittelanalysen würden nur chemische Analysen durchgeführt, es gebe keine Inspektoren. Proben hingegen würden die Hygienedienste der Gesundheitsbezirke entnehmen, die überbetrieblichen tierärztlichen Dienste in Bozen, Brixen, Bruneck und Meran und die Carabinieri des NAS (Nucleo anti sofisticazioni), führte D’Ambrosio aus.