Die EU-Vorgabe ist eindeutig. 2035 kommt das Aus für den Verbrennermotor (abgesehen von der kosmetischen Ausnahme von E-Fuels). Und damit dürften dann rund um dieses Datum nicht nur alle Südtiroler e-motorisiert sein, sondern auch alle Touristen, die mit dem Auto anreisen. <BR /><BR />Schon steigen immer mehr Autofahrer auf den E-Antrieb um. Höchste Zeit also, sich um die benötigte Infrastruktur zu kümmern. So hat man das jedenfalls im Meraner Gemeinderat gesehen – und einen strategischen Plan erarbeitet, wo welche Art von Ladestation bis wann errichtet wird.<BR /><BR /> Angeboten werden dort verschiedene Arten von Ladestationen. „Sogenannte Schnellladestationen sind an den Hauptverkehrsachsen notwendig, also etwa in der Nähe der Mebo-Ausfahrten“, erklärt Katharina Zeller, Vize-Bürgermeisterin von Meran. Im Stadtzentrum sind dagegen langsame Stationen vorgesehen. „Und wir werden auch Ladestationen vorsehen, bei denen Meraner, die bei sich keine Möglichkeit haben, eine Ladestation zu verwirklichen, ihr E-Auto auch über Nacht stehen lassen können“, erklärt Zeller. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="915478_image" /></div> <BR /><BR />Wichtig war bzw. ist also, die richtigen Orte auf dem Gemeindegebiet zu finden und „genügend Strom zur Verfügung zu stellen“. Die Gemeinde kostet das im übrigen nichts, sagt sie. Man stelle den Stromanbietern, im Fall von Meran ist dies die Neogy, nur den Parkplatz zur Verfügung. „Der Kunde zahlt dann den getankten Strom an den Betreiber, der seine Investitionen damit reinholt und den Gewinn abschöpft“, so Zeller. <BR /><BR />Aktuell, so Zeller, gibt es in Meran bereits 15 Ladesäulen mit jeweils 2 Anschlüssen. Bis spätestens 2025 sollen weitere 14 Ladesäulen dazukommen, ebenfalls mit je 2 Anschlüssen. Nicht eingerechnet sind natürlich Ladestationen, die Betriebe oder Hotels für ihre Mitarbeiter/Gäste zur Verfügung stellen. <BR /><BR />Auch im Vinschgau hat man sich des Themas bereits angenommen. Für kleinere Gemeinden, so meint Andreas Tappeiner vom Vinschger Energiekonsortium, seien derzeit ein bis 2 Ladestationen ausreichend, bei steigendem Bedarf ausbaufähig. Seiner Meinung nach sei ein „scheibchenweiser Ausbau“ dabei durchaus sinnvoll. <BR /><BR />Begonnen hat das Konsortium zudem bereits, das Netz an Schnellladestationen entlang der Staatsstraße „zu verdichten“. Da die Ladestationen an sich rasch zu realisieren sind, sieht er das eigentliche Problem woanders: „Die Frage ist, schafft das das Stromnetz, Schnellladestationen benötigen immerhin eine Leistung von 70 KW.“ Da seien noch Hausaufgaben zu machen.<BR /><BR />Und in der Landeshauptstadt sowie im Osten des Landes? Da hat der SVP-Landtagskandidat Matthias von Wenzl „nachgezählt“. Laut seiner Aussendung gibt es im Stadtkern von Bozen „gerade mal 11 öffentliche (langsame ) Ladepunkte, im Zentrum von Bruneck beispielsweise gerade einmal 2, in Brixen 3. <BR /><BR />Eine Mobilitätswende kann und wird nur funktionieren, wenn die nötige Infrastruktur ausreichend vorhanden und verfügbar ist“, findet er, gerade mit Blick auf den Tourismus: „Das Ziel ist natürlich, möglichst viele Gäste auf öffentliche Verkehrsmittel umzulagern, jedoch werden zweifellos in Zukunft viele Gäste auch mit dem E-Auto nach Südtirol kommen, und dafür reicht die aktuelle Infrastruktur bereits jetzt nicht mehr aus.“<BR />