<h3> Angel Miribung stirbt bei Bergtour in der Schweiz</h3> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/trauer-um-angel-miribung-buergermeister-von-la-valwengen-verunglueckt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Angel Miribung, der Bürgermeister von La Val/Wengen, verunglückt Ende Juni in der Schweiz.</a> Der 75-Jährige stürzt am Piz Bernina ab, einem Viertausender im Kanton Graubünden. Aufgrund starken Nebels können Rettungskräfte erst am folgenden Vormittag die Unglücksstelle erreichen. Miribung kann nur noch tot geborgen werden.<BR /><BR />Angel Miribung hat Mitte der Woche die Amtsgeschäfte für einige Tage an seinen Stellvertreter Felix Dapoz übergeben, um mit einem Freund eine Bergtour am Piz Bernina im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien zu unternehmen. Dort sind die beiden unterwegs, als es zu dem Unglück kommt. Miribungs Bergkamerad setzt kurz vor 16 Uhr den Notruf ab, der bei der Kantonspolizei Graubünden eingeht. Er meldet, dass sein Kollege im Bereich des Piz Bernina abgestürzt ist.<BR /><BR />Ein erster Rettungsversuch noch am gleichen Tag scheitert allerdings wegen dichten Nebels am Piz Bernina und muss bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden. Am selben Abend erreichen die ersten Meldungen über das tragische Bergunglück das Gadertal. Am folgenden Vormittag werden die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Nach einer aufwendigen Such- und Rettungsaktion kann Miribung am Spallagrat nur mehr tot geborgen werden. <BR /><BR />Angel Miribung war seit 2015 Bürgermeister von La Val/Wengen. Zuvor war er viele Jahre Vizebürgermeister und Gemeinderat. Von Beruf war er Maler und Lackierer. Seine Firma hat mittlerweile sein Sohn übernommen. Miribung hinterlässt seine Frau, 2 Kinder und mehrere Enkel. Groß ist die Trauer nicht nur im Gadertal. Auch die Landespolitik würdigt das Wirken des beliebten und fähigen Bürgermeisters.<h3> Im eisigen Schneesturm erfroren</h3>Ein tragisches Bergunglück ereignet sich Mitte September nahe der Puezhütte in Gröden: Im dichten Schneesturm gibt es für 2 erschöpfte Wanderer aus Kanada kein Weiterkommen mehr. Schlechtes Wetter verhindert eine Rettung mit dem Hubschrauber. Für die 57-jährige Frau kommt jede Hilfe zu spät. Ihr Mann übersteht die Nacht in einem von der Bergrettung aufgebauten Zelt.<BR /><BR />Die Bergrettung Gröden wird am Abend um 20.45 Uhr alarmiert, weil sich ein 56-jähriger Mann und eine 57-jährige Frau aus Kanada in Bergnot befinden. Die beiden Wanderer haben die Etappe von der Schlüterhütte zur Puezhütte in Angriff genommen. Dabei sind sie in einen Schneesturm geraten und haben erschöpft und unterkühlt rund 2 Kilometer von der Puezhütte entfernt den Notruf abgesetzt.<BR /><BR />Sofort machen sich eine Mannschaft der Bergrettung Gröden wie auch der Hüttenwirt der Puezhütte in Begleitung eines Bergführeranwärters auf die Suche nach dem Paar. Auch der Notarzthubschrauber Pelikan 2 wird angefordert, muss aber wegen schlechter Sicht und Schneetreibens abdrehen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1113402_image" /></div> <BR />Der Hüttenwirt und sein Begleiter erreichen als Erste die in Not geratenen Wanderer. „Der Zustand der Frau war kritisch. Sie war bereits kurz nach dem Eintreffen der ersten Retter vor Ort nicht mehr ansprechbar“, berichtet die Bergrettung. Um 00:30 Uhr startet der Notarzthubschrauber Aiut Alpin Dolomites einen weiteren Versuch, den 56-jährigen Wanderer zu retten, aber das schlechte Wetter vereitelt einen erfolgreichen Einsatz erneut. <BR /><BR />In der Zwischenzeit hat auch die Bergrettung Gröden mit 5 Männern und 2 Frauen die beiden Wanderer erreicht. Für die Kanadierin kommt jede Hilfe zu spät: Sie ist an Unterkühlung gestorben.<BR /><BR />Für den ebenfalls stark unterkühlten Mann bauen die Retter ein Zelt mit Wärmedecken auf. 2 Bergretter verbringen die Nacht mit ihm, um auf Wetterbesserung zu warten. Am nächsten Morgen gegen 6 Uhr startet der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin schließlich einen weiteren Rettungsversuch. Trotz starken Windes gelingt es, den 56-Jährigen mittels Seilwinde an Bord zu holen und ins Bozner Spital zu fliegen. Der Leichnam der Frau wird am frühen Vormittag mit dem Hubschrauber geborgen.<h3> Weitere Unfälle fordern Menschenleben</h3>Ein tragischer Bergunfall ereignet sich am 4. Mai am Sellastock. Der Traminer René Calliari (44) stürzt bei einer Klettertour in den Tod.<BR /><BR />Am 18. Mai kommt der 81-jährige <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-tragischem-radunfall-trauer-um-riccardo-nocker" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Riccardo Nocker</a> aus Sëlva/Wolkenstein bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er prallt beim Bahnübergang in Vilpian mit seinem Rennrad gegen ein Auto.<BR /><BR />Am 6. August endet ein Extremsport-Abenteuer tödlich: 6 Basejumper stürzen sich vom Piz da Lêch in die Tiefe. Für einen von ihnen – den 36-jährigen Raian Kamel aus einem Vorort von Mailand – wird es ein Sprung in den Tod: <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/corvara-36-jaehriger-basejumper-springt-in-den-tod" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Er touchiert einen Felsen und stürzt ab.</a><BR /><BR />Bei einer Wanderung stirbt am 4. November der 80-jährige <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/trauriges-ende-von-suchaktion-trauer-um-david-demetz-80" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">David Demetz</a> aus Urtijëi/St. Ulrich. Nach einer Suchaktion wird er oberhalb St. Ulrich leblos aufgefunden.<h3> Unwetter und Muren</h3>Das Gadertal wird mehrmals von schweren Unwettern heimgesucht. In Lungiarü/Campill müssen Mitte Juni 20 Häuser evakuiert werden, da sie von einer Schlammlawine bedroht werden. Mitte Juli tritt der Ciamaorbach bei Al Plan de Mareo/St. Vigil über die Ufer, ebenso der Wengener Bach. <BR /><BR />Der Bach überflutet unweit des Weilers Spescia die Straße. Tage später geht ein schweres Gewitter mit Hagel auf Mareo/Enneberg nieder, Straßen und Keller werden überflutet.