Montag, 18. November 2019

Lage hat sich verbessert

Im Laufe des Montags ist die Anzahl der gesperrten Straßen von 53 auf 36 gesunken, auch die Anzahl der stromlosen Haushalte ist geringer.

Bilanz am Ende eines ereignisreichen Tages (v.li.): Berufsfeuerwehrkommandant Florian Alber, Landesrat Arnold Schuler, Direktor Rudolf Pollinger, Leiterin Lagezentrum Francesca Monti.
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Bilanz am Ende eines ereignisreichen Tages (v.li.): Berufsfeuerwehrkommandant Florian Alber, Landesrat Arnold Schuler, Direktor Rudolf Pollinger, Leiterin Lagezentrum Francesca Monti. - Foto: © lpa/Maja Clara

Seit Mitternacht bis 19 Uhr wurden 77 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren und 25 der Berufsfeuerwehr gezählt sowie 161 über die Landesnotrufzenztrale disponierte sanitäre Einsätze und 16 Bergrettungseinsätze, berichtet die Leiterin des Lagezentrums Francesca Monti.

Noch viele Straßen geschlossen

Die Anzahl der geschlossenen Straßen schwankte im Laufe des Tages, um 19 Uhr waren noch 36 Landessstraßen und Staatsstraßen geschlossen sowie zahlreiche Gemeindestraßen, mit Schwerpunkt im Oberen Vinschgau und Sulden, Martell, Schnalstal und Gadertal.

Das Gadertal ist nicht erreichbar, auch nicht über den Campolongopass, da dieser geschlossen ist.

Im Pustertal ist die Staatsstraße beim Kniepasseck einspurig befahrbar, die Sonnenstraße wurde um 15.30 Uhr geöffnet.

Die Straße Sulden-Gomagoi-Trafoi ist ab Prad zu. Martell ist ab Gand gesperrt. Das hintere Ahrntal ist nicht erreichbar. In Schnals hat sich die Situation verbessert, die Sperrung erfolgt etwas nördlich zu. Zwischen Toblach und Cortina ist die Straße zu, nur über Kreuzbergpass erreichbar. DIe Straße nach Taufers im Münstertal konnte um 16 Uhr geöffnet werden.

Brennerbahnlinie und Vinschger Bahn in Betrieb

Die Brennerbahnlinie ist regulär in Betrieb. Auch die Vinschger Bahnlinie ist seit 12 Uhr wieder in Betrieb.

Die Pustertaler Bahnlinie hingegen ist geschlossen. In Mühlbach ist um 6.10 Uhr in der Früh ein Zug entgleist, in St. Lorenzen sind um 11 Uhr Bäume auf eine Oberleitung gefallen und es hat sich ein Erdrutsch ereignet sowie eine Unterspülung bei Olang. Die Bahnlinie bleibt mindestens bis Dienstag gesperrt. Die Räumungsarbeiten beginnen Dienstagfrüh.

74 Evakuierte in Martell

In Martell musste am Nachmittag ein Hof mit vier Bewohnern aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.

Insgesamt sind in Martell 74 Personen evakuiert, von denen 60 privat untergebracht sind und 14 in Notunterkünften der Sektion Zivilschutz des Weißen Kreuzes. Schule und Kindergarten bleiben am Dienstag geschlossen.

Noch 1181 Abnehmer ohne Strom

Die Anzahl der Abnehmer ohne Stromversorgung schwankte während des Tages: in der Früh waren es noch 2331, um 19 Uhr 1181.

Das Lagezentrum bei der Berufsfeuerwehr in Bozen ist rund um die Uhr aktiviert und behält die Situation landesweit im Auge.

Die Landesnotrufzentrale disponiert Hunderte Einsätze, und die Verkehrsmeldezentrale arbeitet ebenfalls auf Hochtouren, um die Bürgerinnen und Bürger über die Situation auf Südtirols Straßen zu informieren.

stol/lpa