<h3> Sieben Menschen im Großarltal verschüttet</h3>Am Samstagnachmittag war den Angaben zufolge eine Lawine am 2.150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal im Bundesland Salzburg niedergegangen. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden teils schwer verletzt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262946_image" /></div> <BR /><BR />Kurz zuvor war eine Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst worden. Sie starb vor den Augen ihres Mannes unter den Schneemassen.<h3> Weitere Lawine in der Steiermark: Drei Tote</h3>Im obersteirischen Pusterwald haben am Sonntag in der Früh die Arbeiten der Bergrettung und der Alpinpolizei zur Bergung der bei einem Lawinenunglück am späten Samstagnachmittag ums Leben gekommenen drei tschechischen Tourengeher begonnen. Das Unglück geschah bei der Abfahrt der siebenköpfigen Gruppe im Bereich des 2.202 Meter hohen Schönfeldspitz, wie die Bergrettung auf APA-Anfrage mitteilte. Am Samstag hatte für den Einsatz zu schlechtes Wetter geherrscht.<BR /><BR />Die Bergung war am Samstag nicht mehr möglich, denn es herrschte Wind und Nebel, zudem war es bereits dunkel. In den Niederen Tauern galt Lawinenwarnstufe zwei bis drei auf der fünfteiligen Skala. Die Alpine Einsatzgruppe Murtal war um 16.24 Uhr zu dem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Pusterwald alarmiert worden. Da begann es aufgrund der Witterung bereits dunkel zu werden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262973_image" /></div> <BR /><BR /> Sieben tschechische Skitourengeher waren einige Kilometer westlich von Pusterwald im Bereich des Schönfeldspitz unterwegs gewesen, als die Lawine abging. Drei wurden erfasst und vollständig verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten zwar die Verschütteten lokalisieren, doch nur teilweise ausgraben. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte nur mehr der Tod der drei Verunglückten festgestellt werden. Die vier anderen Personen, die nicht von der Lawine erfasst worden waren, wurden aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt.<BR /><BR />Die Einsatzkräfte hatten sich am Sonntag in der Früh wieder in einem der hinteren Seitentäler von Pusterwald zusammengefunden, um die Bergung zu beginnen. Des Weiteren sollen die alpinpolizeilichen Erhebungen aufgenommen werden, wie es seitens der Bergrettung hieß.<h3> Große Lawinengefahr in der Region</h3>„Die Lawinenlage ist heikel“, sagte die Sprecherin der Bergrettung weiter. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, so dass sich immer wieder Lawinen lösten. „Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist“, sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser.<BR /><BR />Bei den drei Unglücken war ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. Insgesamt mehr als 200 Helfer und Bergretter haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1262949_image" /></div> <BR /><BR />Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt wurden ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Identität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum getötet. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äußerst vorsichtig zu sein.<BR /><BR />Trotz der eigentlich überschaubaren Schneehöhen ist die Situation teils brisant. Wie der Lawinenwarndienst schreibt, kann das Gewicht eines einzelnen Skifahrers ausreichen, ein Schneebrett auszulösen. „Lawinengefährdete Gebiete befinden sich in allen Ausrichtungen oberhalb von etwa 2000 m. Diese Gebiete sind zahlreich“, heißt es auf der Webseite des Warndienstes. „Sie sind mit Neuschnee bedeckt und daher selbst für das geübte Auge kaum erkennbar.“