„Die Anforderungen an die Obstlagerung steigen kontinuierlich. Klimawandel, neue Sorten und hohe Qualitätsansprüche erfordern innovative Lösungen“, erklärte Laimburg-Direktor Michael Oberhuber. Ziel sei es, die Fruchtqualität langfristig zu sichern und den Obstbau wettbewerbsfähig zu halten.<BR /><BR />Ein Schwerpunkt der Tagung war der Einfluss der Witterung auf die Lagerfähigkeit der Äpfel. Trotz unterdurchschnittlicher Niederschläge und mehrerer Hitzewellen habe die Witterung im Jahr 2026 die Fruchtentwicklung bislang kaum beeinträchtigt, erklärte Forscher Martin Thalheimer.<BR /><BR />Die Wissenschaftler betonten außerdem, dass für eine erfolgreiche Lagerung der richtige Erntezeitpunkt entscheidend ist. Vor allem bei Sorten wie Envy™, Bonita oder Natyra® könne eine zu späte Ernte das Risiko für Qualitätsverluste und innere Schäden wie Fruchtfleischbräune erhöhen.<BR /><BR />Vorgestellt wurden zudem neue Forschungsansätze zur Qualitätskontrolle. So arbeitet das Versuchszentrum an einer Methode, die mithilfe eines sogenannten „elektrischen Fingerabdrucks“ den Reifezustand und mögliche Veränderungen im Inneren der Früchte erkennt, ohne die Äpfel zu beschädigen. Dadurch sollen Qualitätsverluste frühzeitig erkannt werden.<BR /><BR />Ein weiteres Thema war die Energieeffizienz von Obstlagern. Angesichts steigender Energiekosten zeigten Experten auf, dass sich der Stromverbrauch bereits durch kleinere Anpassungen an Kühlanlagen und Ventilatoren deutlich senken lässt. Zudem wurde das Forschungsprojekt „CoolST“ vorgestellt, das den Energieverbrauch von Kühlanlagen in Südtirol untersucht und Prognosen für den künftigen Energiebedarf erstellt. Das Projekt wird im Rahmen des Klimaplans 2040 der Autonomen Provinz Bozen gefördert.