Dienstag, 17. September 2019

Lana: Stranguliertes Baby aufgefunden

Einen entsetzlichen Fund machten am Montagnachmittag Urlauber in Oberlana: In einem Gebüsch am Raffeinweg entdeckten sie die Leiche eines Neugeborenen. Bauer Oswald Verdorfer vom nahegelegenen Oberbrunn-Hof, der von den geschockten Wanderern zum Fundort gerufen wurde, erzählt sichtlich bewegt von diesem furchtbaren Erlebnis.

Bauer Oswald Verdorfer wurde von den geschockten Wanderern zum Fundort gerufen. - Foto: GNews
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Bauer Oswald Verdorfer wurde von den geschockten Wanderern zum Fundort gerufen. - Foto: GNews

Wie das Tagblatt „Dolomiten“ am Dienstag exklusiv berichtete, war der Kopf des Babys in ein Tuch eingewickelt und am Hals mehrmals verknotet worden.

Die Touristen gingen am Nachmittag auf dem Raffeinweg oberhalb des bekannten Buschenschankes „Glögglkeller“ spazieren, als sie kurz nach 16.30 Uhr auf dem Weg in Richtung Tscherms in einem Holunderbusch etwas erblickten, das wie ein winziges Paar Füße aussah. Sie verständigten sofort Oswald Verdorfer, den Bauern des nahe gelegenen Oberbrunn-Hofes, der sich näher zum Fundort hinwagte und tatsächlich auf die Leiche eines Babys stieß. Im Video erzählt Verdorfer sichtlich bewegt von diesem furchtbaren Erlebnis.

Das Neugeborene, so stellte es sich zumindest für die Finder dar, war anscheinend mit Schwung in das Gebüsch geworfen worden. Der kleine Kopf war von einem Tuch umhüllt, das am Hals mehrmals fest verknotet war. Damit war der kleine Bub weißer Hautfarbe ersten Erkenntnissen nach stranguliert worden. Das Baby dürfte erst kurz vor seinem Tod zur Welt gekommen sein, da sich am Körper noch die Nabelschnur befand.

Die Einsatzkräfte des Weißen Kreuzes Lana und der Meraner Notarzt sowie die örtlichen Carabinieri waren sofort vor Ort, doch das Baby war wohl schon mehrere Stunden tot – wie der Notarzt schätzte – und vermutlich bereits am Morgen dort abgelegt worden. Am Körper trug es noch die Nabelschnur von der Entbindung. 

Die Staatsanwaltschaft Bozen hat unverzüglich Ermittlungen aufgenommen. Der Körper des Kindes wies Spuren von Gewaltanwendung auf, weshalb eine Obduktion angeordnet wurde, um die Todesursache des kleinen Jungen festzustellen. Derzeit sind weitere Ermittlungen im Gange, um das genaue Tatgeschehen zu rekonstruieren, so die Staatsanwaltschaft am Dienstag in einer Mitteilung.

D/stol

stol