Bis 15. April können Pendler um Fahrtkostenzuschüsse ansuchen. Berechtigt ist, wer an mindestens 120 Tagen zum Arbeitsplatz pendelt und die Öffis gar nicht oder nur erschwert nutzen kann. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/neue-pendlerbeitraege-in-suedtirol-ansuchen-ab-16-februar-moeglich" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a> Dies tritt ein, wenn An- und Heimreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln 150 Minuten oder mehr pro Tag betragen und das Auto verwendet wird. Je länger die Anreise, desto höher sind die Zuschüsse in vier Kategorien.<h3> Beitrag wird digital berechnet</h3>Diese allerdings liegen heuer in jeder Kategorie 250 Euro unter jenen der letzten Jahre. Die Landesregierung hat sie am Freitag kurzerhand gekürzt. <BR /><BR />„Haushaltsprüfungen haben ergeben, dass das Pendlergeld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Landes zu streichen wäre. Wir behalten es bei, weil gerade auch Schichtarbeiter in Spitälern keine andere Möglichkeit als das Auto haben“, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Das Pendlergeld werde ab heuer digital errechnet, womit man sechs Mitarbeiter einspare. Mehr als drei Millionen seien aber nicht drin – das trotz eines Landeshaushaltes von neun Milliarden Euro.<h3> Deckelung am System</h3>Scharfe Kritik kommt vom ASGB. „Das ist ein Skandal. Man spart bei Pendlern, Arbeitern und Angestellten, die jeden Tag weite Strecken zurücklegen – und oben wird weiter geklotzt“, so Vorsitzender Tony Tschenett. <BR /><BR />Aus den bisherigen Beträgen 600, 700, 800 und 900 Euro werden 350, 450, 550 und 650 Euro. „Wer 250 Euro weniger als kleine Anpassung verkauft, hat den Kontakt zur Lebensrealität verloren. Für viele ist das nicht ein bisschen weniger, sondern ein Monatseinkauf“, so Tschenett. Gleichzeitig wird das System durch die Deckelung auf drei Millionen Euro verschärft: Reichen die Mittel nicht aus, werden Anträge abgelehnt. Gereiht wird nach längerer Fahrzeit, bei Gleichstand entscheidet die Reihenfolge der Antragstellung. <BR /><BR />Die Gewerkschaften fordern eine Kurskorrektur: Die Kürzung sei zurückzunehmen. Die Finanzierung so abzusichern, dass Pendler nicht gegeneinander ausgespielt werden und Anträge wegen Geldmangels abgelehnt werden. „Wenn man sparen will, dann nicht auf dem Rücken jener, die ohnehin zu kämpfen haben.“