Sonntag, 20. März 2022

Land reduziert Betten im Tisner Josefsheim: Hochmeister ist entsetzt

P. Frank Bayard, der Hochmeister des Deutschen Ordens, ist entsetzt: Die Entscheidung des Landes, die Anzahl der Pflegebetten im Tisner Seniorenwohnheim St. Josef von 41 auf 29 zu reduzieren und damit die Schwestern des Deutschen Ordens indirekt zur Schließung des Heims zu zwingen, erntet vom Generalabt heftiges Kopfschütteln. „Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir jedes Pflegebett“, sagt der Hochmeister.

Das Seniorenwohnheim St. Josef in Tisens, das schließen muss, weil Soziallandesrätin Waltraud Deeg nicht einlenkt. - Foto: © fm

„Auch wir als Orden müssen wirtschaftlich handeln, und ein Seniorenheim mit 29 Betten trägt sich einfach nicht“, unterstreicht der Ordensobere und steht damit hinter dem Entschluss der Schwestern, das Heim zu schließen, wenn das Land bzw. Landesrätin Waltraud Deeg nicht einlenkt.

Hochmeister P. Frank Bayard OT - Foto: © fm

Wie es derzeit ausschaut, wird das Seniorenwohnheim aber bald schließen, weil es mit und für Landesrätin Waltraud Deeg keinen Weg gibt, die Bettenanzahl wieder auf 41 zu erhöhen. „Ich finde es schade, dass das Land diese Entscheidung getroffen hat, ohne mit den Heimgästen und Mitarbeitern zu sprechen, die sich im Josefsheim wohlfühlen“, bedauert der Hochmeister.

Im Gegensatz zu Soziallandesrätin Waltraud Deeg war der Hochmeister im Heim und suchte dort das Gespräch mit den Heimgästen und den Mitarbeitern: „Die Menschen im Seniorenwohnheim, mit denen ich gesprochen habe, waren zufrieden.“ Natürlich sei das Gebäude in die Jahre gekommen, es sei aber renoviert worden und entspreche allen Standards. Es sei auch viel Geld investiert worden.

„Ich finde das Haus gemütlich, die Atmosphäre ist sehr angenehm“, betont der Abt. „In kirchlichen Einrichtungen ist der Umgang mit Menschen auch ein ganz anderer, und das spüren sie.“

fm

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