In Südtirol betreuen die Organisationen Volontarius, Caritas und River Equipe die Flüchtlinge, die während des so genannten arabischen Frühlings zur Ausreise aus Nordafrika gezwungen wurden. Die 121 Menschen wohnen in vier Flüchtlingszentren, von denen zwei sich in Bozen sowie je eines in Vintl und Meran befinden. Bisher bezahlte der Staat 40 Euro pro Flüchtling am Tag. Diese Notstandshilfe ist nun allerdings mi 31. Dezember 2012 ausgelaufen.Am 28. Dezember 2012 seien die Verträge mit den Betreuungsorganisationen bei einem Treffen mit Vertretern des Regierungskommissariats, dem scheidenden Flüchtlingsbeauftragten des Landes Karl Tragust bis Ende Februar verlängert worden, erklärte Durnwalder.Für Unterkunft, Verpflegung und Begleitung der Flüchtlinge wird das römische Innenministerium aufkommen, und zwar mit einem Beitrag von 35 Euro pro Tag und Flüchtling. „Jene Flüchtlinge, die bereits arbeiten und daher eigene Einkünfte haben, müssen selbst einen Teil der Kosten übernehmen", erklärt Tragust. Den Flüchtlingen war es untersagt, in den ersten sechs Monaten nach ihrer Ankunft zu arbeiten. Mittlerweile sind zwölf der Flüchtlinge ein reguläres Arbeitsverhältnis eingegangen, 15 machen ein Berufspraktikum. Vier Flüchtlinge haben die Zweisprachigkeitsprüfung D bestanden. Landesregierung will Flüchtlinge unterstützenDie Flüchtlinge sollen nun stufenweise in die Selbstständigkeit geführt werden, wobei das Finden einer Unterkunft für sie das größte Hindernis darstellt. Bis spätestens Ende Mai 2013 müssen die Flüchtlinge die vier Aufnahmezentren nämlich verlassen. Bis dahin wird im Fall der Fälle die Landesregierung für die finanzielle Unterstützung aufkommen, wenn der Staat mit Ende Februar seine Zahlungen einstellen konnte. Dies hat Landeshauptmann Luis Durnwalder heute nach der Sitzung der Landesregierung bekräftigt. „Ursprünglich hatte der Staat die finanzielle Unterstützung nur bis zum Auslaufen der Notstandshilfe am 31. Dezember garantiert. Deshalb hat die Landesregierung bereits im Herbst beschlossen, dass das Land bis zum 31. Mai die Unterstützung der Flüchtlinge übernimmt, damit sich die Flüchtlinge eine Arbeit suchen können und ihr Asylstatus endgültig geklärt werden kann."Falls der Staat nicht noch einmal seine Frist verlängert, wird das Land die Unterstützung bis zum 31. Mai übernehmen.stol