Rund 900 Menschen mit Behinderung sind derzeit in Südtirol auf Jobsuche. Um ihnen diese zu erleichtern, will die Landesregierung die Zahl der zur Verfügung stehenden Posten in der öffentlichen Verwaltung aber auch in den privaten Unternehmen erhöhen. Derzeit sind etwa in den Verwaltungen von Land, Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Sanitätsbetrieb 677 Menschen mit Behinderung beschäftigt. "Wenn wir aber das gesetzlich vorgesehene Kontingent voll ausschöpfen, dann kommen wir auf weitere 705 Arbeitsplätze", so Durnwalder. Ähnlich sehen die Zahlen im privaten Sektor aus. Dort sind 1112 Menschen mit Behinderung beschäftigt, es müssten aber 2210 sein. "Schöpfen wir die Kontingente voll aus, schaffen wir rund 2000 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung", so der Landeshauptmann.Damit dieses Ziel erreicht wird, will das Land die Abstimmung zwischen Schule und Arbeitswelt verbessern, damit die Betroffenen gezielt auf die Arbeitswelt vorbereitet werden können. Zweite Maßnahme ist die Einrichtung einer Arbeitsplatzbegleitung, die Unternehmern wie Arbeitnehmern bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. "Zudem denken wir an, die Differenz in der Produktivität durch öffentliche Zahlungen auszugleichen, damit den Unternehmen aus der Einstellung eines Menschen mit Behinderung kein wirtschaftlicher Schaden entsteht", so Durnwalder.Zudem sollen Sozialgenossenschaften verstärkt eingebunden und gefördert werden.