Am 1. Juli 2011 tritt der Ehrenkodex des Wobi in Kraft. Er soll dazu beitragen, dass das Vertrauen in das Wohnbauinstitut - es verfügt über 13.000 Wohnungen im ganzen Land - wächst.„Der Ehrenkodex ist für das Wobi ein Instrument hin zu mehr Transparenz, Effizienz und Effektivität. Außerdem sollen durch das Regelwerk Interessenskonflikte von vorneherein ausgeschaltet werden“, so Landesrat Christian Tommasini am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Bozen zum 22-seitigen Dokument.Der Ehrenkodex ist im Zuge der Reorganisation des Wobi, die von der Landesregierung gefordert worden war, entstanden. Er gilt für alle Mitarbeiter und Verwalter des Wobi, aber auch für die Unternehmen, die mit dem Institut zusammenarbeiten. Das Regelwerk listet die allgemeine ethische Grundsätze bei der Ausübung aller Tätigkeiten und die Verhaltensregeln aller Mitarbeiter gegenüber dem Umfeld auf. Auch externe Partner, die für das Wobi arbeiten, müssen den Ehrenkodex künftig unterzeichnen.Für die Mitarbeiter des Wobi ist unter anderem festgehalten, dass sie Interessenskonflikte dem Vorgesetzten melden oder sie sich bei Entscheidungen enthalten müssen, wenn nahe Verwandte involviert sind. Außerdem dürfen sie keinen Nutzen aus Geschäftsangelegenheiten ziehen und müssen bei ihrer Tätigkeit immer im Interesse des Instituts handeln.Die Unternehmer, die in einer Geschäftsbeziehung mit dem Institut stehen, müssen den Kodex als integrierenden Bestandteil der Verträge mit dem Wobi akzeptieren. Bei Nichteinhaltung des Ehrenkodex (siehe Link am Ende des Artikels) wird die Geschäftsbeziehung für nichtig erklärt.Wie Wobi-Präsident Konrad Pfitscher auf der Pressekonferenz betonte, sind die Ethik-Richtlinien ein wichtiger und notwendiger Schritt für das Institut. „Das Wobi ist mit einem Bauvolumen von 70 Millionen Euro der größte Bauherr im Land und trägt die Verantwortung für 13.000 Wohnungen und deren 40.000 Bewohner. Jeder muss wissen, wie er dran ist. Dazu war die Einführung dieses Ehrenkodex notwendig“, so Präsident Pfitscher. Als nächste Maßnahmen werden eine Dienstcharta ausgearbeitet und die ISO-Zertifizierung durchgeführt, kündigte Landesrat Tommasini an. Mit der Dienstcharta wird eine Verbesserung der Kommunikation mit den Bürgern angestrebt, während durch die ISO-Zertifizierung die Organisations- und Verfahrensabläufe standardisiert und transparent gemacht werden sollen. Ehrenkodex_WOBI.pdf 175,23 kB