Der Vorstoß, über den die Landesregierung morgen befindet, stammt von Vermögenslandesrat Christian Bianchi. Er schickt voraus, dass das Land seit Jahren bemüht sei, seine Ausgaben für Gebäude-Mieten zu senken. Dies durchaus erfolgreich. Blätterte man vor Jahren noch zehn Mio. Euro im Jahr auf den Tisch, um alle Ämter unterzubringen, so sind es jetzt laut Bianchi nur mehr 3,5 Mio. Euro. <BR /><BR />Zu Buche schlagen sich nur eigene Ämter, sondern auch die Gerstburg als Sitz des Verwaltungsgerichtes oder die Notunterkünfte für Flüchtlinge wie das in Bozen. In Bälde übernimmt das Land aber auch neue Gebäude in Bozen von der Region und zwar am Universitätsplatz und in der Duca D’Aosta-Straße.<BR /><BR />Trotzdem hat das Land ein Problem. Will es eine Immobilie anmieten, so ermitteln die Ämter im Rahmen einer Marktsondierung den Marktpreis. „Aufgrund unseres eigenen Landesgesetzes können wir diesen aber nicht bezahlen, sondern müssen einen Abschlag von 15 Prozent vornehmen“, so Bianchi. Eingeführt wurde das Gesetz vor vielen Jahren im Rahmen der Spending Review des Staates. „Mittlerweile hat es der Staat aber aufgehoben“, betont Bianchi. <BR /><BR />Und will das Land jetzt mit einem Passus im Omnibusgesetz jetzt auch tun. „Um mit dem Staat gleichzuziehen und konkurrenzfähig zu bleiben“, so Bianchi. Dass man derzeit zu Abschlägen verpflichtet ist, sei vor allem bei dringlichen Anmietungen ein Problem. „Zum Beispiel wenn Schulen mehr Einschreibungen verzeichnen und wir mit einigen Klassen ausweichen müssen oder eine Überbrückung während Bauarbeiten brauchen“. Private Vermieter zeigen dem Land dann die kalte Schulter und geben die Immobilie dem, der den vollen Preis zahlt.