Landesrat Luis Walcher lässt sich davon nicht drängen, zumal in Sachen Tourismus derzeit eh Umsicht angesagt sei. <BR /><BR />Bekanntlich hat Südtirol seit 2022 eine „Obergrenze für Gästebetten“. Neue Betten können seither nur noch realisiert werden, wenn sie aus einem Vorschuss-Bettenkontingent zugewiesen werden. „Es wird dabei zwischen einem Gemeindebettenkontingent und einem Landesbettenkontingent unterschieden. Während die meisten Gemeinden nicht nur bereits die Kriterien für die Verteilung festgelegt, sondern einige sogar schon das Kontingent ausgeschöpft haben, ist das Land für sein 1.000 Betten umfassendes Kontingent auch nach über vier Jahren weiter säumig“, erklärt und kritisiert Leiter Reber weiter. Und fordert: „Die Landesregierung muss hier endlich in die Gänge kommen“. <BR /><BR />Und das aus seiner Sicht umso mehr, als bestehenden Betrieben bei der Zuteilung durch die Gemeinden der Vorrang gegeben werde und für neue Betriebe so gut wie nichts mehr gehe. Das gelte leider auch für denkmalgeschützte Gebäude, für die der Landtagsabgeordnete per Beschlussantrag in diesem Frühjahr eine bevorzugte Zuweisung von Gästebetten aus dem Landesbettenkontingent durchsetzen konnte, sowie für innovative Konzepte.<h3> Im Laufe des Sommers sei es soweit</h3>Landesrat Luis Walcher reagiert auf die Drängelei ungehalten: „Ich habe nie einen Termin genannt, zu dem die Kriterien und Zuweisungen erfolgt sein werden.“ Im Laufe des Sommers werde es aber so weit sein – „und wir werden dann die ersten 500 Betten in 116 Gemeinden vergeben“, kündigt der Landesrat an. Warum nur die Hälfte? „Wir haben doch noch keine Erfahrungswerte. Deswegen ist es aus meiner Sicht sinnvoll, zunächst nur mit der Hälfte zu starten und 500 in der Hinterhand zu halten.“ Das ist aber nicht der einzige Grund: „Wir müssen in Sachen Tourismus und Betten-Zuwachs umsichtig sein, wenn die allgemeine Stimmung in Südtirol dazu nicht schlechter werden soll.“